Dienstag, 17. März 2009

Rallye: Ruhetag in St. Louis

In St. Louis war noch mal ein Tag Ruhe angesagt. Und den haben wir genutzt um uns die Stadt anzuschauen. St. Louis ist eine Stadt in drei Teilen. Auf dem Festland ist der Vorstadtbereich mit Märkten und Wohngegenden. Dann kommt eine sehr schmale und lange Insel, die durch eine Brücke verbunden ist, die der Herr Eifel konstruiert hat. In dem mittleren Bereich sind Schulen, Ämter und andere Einrichtungen verteilt. Die zweite, ebenfalls schmale und breite Insel, ist der Fischereibereich, hier landen die kleinen Fischerboote vom Meer aus an und die Fische werden hier auch direkt verarbeitet und verkauft, es stinkt erbärmlich.

Und auf diesem Teil lag dann auch unser Campingplatz, der erstaunlicherweise schön ordentlich war.

Nun weiter zu unserer Stadterkundung. Wir haben uns mit dem Taxi in die Stadt fahren lassen, die Autos mussten ja stehen bleiben. Auf der mittleren Insel angekommen waren wir erstmal planlos wohin wir wollen. Dann merkten wir der Stadtteil ist ja nicht allzu groß, also sind wir einmal ringsum gelaufen und waren auch schon recht schnell fertig. Die Gebäude erinnern an den Kolonialstil aus französischen Zeiten. Leider sind schon sehr viele heruntergekommen.

Erstaunlicherweise hatten die meisten Kinder Schuluniformen an und kamen gerade aus den Schulen. Eine Mädchenschule haben wir auch gesehen. Hineinzugehen war mir nicht angenehm, andere wo die Neugier scheinbar siegte haben es gemacht.


Als uns der Hunger plagt sind wir in ein Restaurant gegangen was sehr annehmlich aussah, wie sich rausstellte wurde es von eine Französin geführt die ihre eigenen Fischer beschäftigte, so dass der Fisch nicht über den Markt gegangen ist und das konnten wir später noch feststellen ist ein weise Entscheidung. Es hatten sich auch schon viele andere Rallyeteilnehmer dahin verirrt. Und endlich gab es auch wieder Bier, nach einigen Tagen ohne hatten wir ganz schönen Bierdurst. Ne wir hatten nicht zu wenig mitgenommen, es war sogar sehr gut kalkuliert und zwar genau bis zur mauretanischen Grenze, denn da ist Alkohol strengstens verboten und da wir mit einer Autodurchsuchung rechnen mussten, konnten wir uns nicht überwinden welches zu schmuggeln. Wir hatten zwar Wein und Hartes mit, aber das war auch nicht so toll bei Bierdurst. Naja im Senegal ist Alkohol erlaubt, also rein damit.


Lecker den Magen voll und voller Tatendrang sind wir dann zum Campingplatz zurückgelaufen. Und was macht man am Meer? Man geht da natürlich lang. Eigentlich wollten wir bei der Ankunft am Zeltplatz auch noch baden gehen, aber das haben wir uns dann verkniffen als wir die Situation am Strand gesehen haben. Der Müll, sei es Hausmüll, Fäkalien oder wer weis was noch, werden einfach an den Strand gekippt und das Wasser spült es dann früher oder später ins Meer. Auch die Wohnsituation dort ist echt schrecklich die Häuser verfallen oder nur von ein paar Schrottresten zusammengehalten. Und alles ist einfach nur dreckig. Wir waren echt froh als wir da vorbei waren, aber die toten Tiere die wir am nächsten Strandabschnitt gesehen haben konnten unsere Laune nicht gerade heben.



Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen