Freitag, 13. März 2009

Rallye: 13. Etappe: Wüste (166 km)

An diesem Tag hatten wir ein paar Kilometer aufzuholen, was aber kein Problem war, wie sich rausstellte. Das Fahren durch die Wüste ist gar nicht so einfach wie gedacht. Die härteren Stellen konnte man gut benutzen um durch die sandigen Stellen, die teilweise auch etwas tiefer waren, zu kommen. Allerdings musste man aufpassen, dass man den Schwung den man sich geholt hat nicht gleich wieder verliert weil jemand vor einem fährt, also heißt es Abstand halten. In den Ebenen die fast nur aus hartem Boden bestanden konnten wir dann so richtig Gas geben und haben es auch mal so auf 90 Sachen geschafft, andere waren noch schneller unterwegs. Nur leider sieht man dabei oft die Bodenwellen nicht und fährt dann dementsprechend auch volle Kanne rein … man hat das manchmal gerummst und wir dachten schon, jetzt fällt er auseinander. Wir haben aber nix verloren, so wie Andere die ein paar Teile wie Heckschütze oder Auspuffanlage in der Wüste verteilt haben, ein Dachgepäckträger musste auch dran glauben. Dem hatten wir vorher Abhilfe geschaffen, nachdem Olaf, unser Schraubär, uns gesagt hatte dass wir den Dachgepäckträger entweder abmachen oder IM DACH verschrauben sollten. NE dachten wir, auch in Gambia gibt es Regenzeiten und das kann man keinem antun. Also haben wir ihn mit drei Spanngurten um die B-Säule festgezurrt und das hat dann auch gehalten und das Praktische, wir konnten nach jedem Sprung (wir hatten schon manchmal da Gefühl abgehoben zu sein, aber Beweise gibt es leider keine) von Innen gleich prüfen ob alles noch straff war.

Die Teilnehmer wurden im Vorfeld in zwei Gruppen eingeteilt, den „Igel“ und Den „Hasen“. Wir durften uns in die Gruppe der „Hasen“ einreihen und gehörten so zu den schnelleren. Die ganzen Kleintransporter und etwas kleineren Pkws fuhren als „Igel“ durch die Gegend. Und wie es die Geschichte schon erzählt haben es die „Igel“ einmal doch tatsächlich geschafft vor uns da zu sein, ohne uns überholt zu haben. Jede Gruppe hatte zwei Wüstenführer, die am Anfang und am Ende der Gruppen in Autos mitfuhren die nur einen Teilnehmer hatten. Tja da kannte der Eine sich wohl besser aus als der Andere, ne ich glaub das war so gewollt, die sind eine etwas einfachere Strecke gefahren.

Die Führer bestanden mittags immer auf eine ausgedehnte Pause und so hieß es ausharren der Dinge die da kommen und warten. Was bei 40° im Schatten nicht immer so einfach war. Aber man weis sich ja zu helfen. Und Platz ist im winzigsten Schatten.


In den Pausen, die immer mal entstanden, weil wir uns wieder sammeln mussten, konnten es einige, vor allem die Allradautofahrer, nicht lassen und gingen in den Dünen spielen. Was dann meist mit Kraft endete. Ein Geländewagen und zehn Personen und das Seil ist trotzdem dreimal gerissen.


Am nächsten Etappenziel gab es noch mehr Dünen zum spielen. Aber auch eine äußerst merkwürdige Pflanze. Die Blätter und Blütenblätter haben sich wie aus Plaste angefühlt … wieder ein Beweis wie gut sich die Natur sogar an die unwirklichsten Bedingungen anpassen kann. Tiere haben wir zwar direkt nicht gesehen, aber ihre Spuren im Sand rings um unsere Zelte am nächsten Morgen.


Links auf dem Bild wird gerade der Auspuff vom Team „B&B“ verstaut, er wurde natürlich mitgenommen und in Banjul wieder angebracht. Da war es leider vorbei mit dem satten Sound.




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