Donnerstag, 12. März 2009

Rallye: 12. Etappe: Versteckte Düne – Große Düne (44 km)

Bei dem Titel dieses Teils könnte man meinen wir haben Dünenhopping gemacht, passt ja auch irgendwie, denn das ist ja der spannendste und außergewöhnlichste Teil der Reise. An dem Tag haben wir nicht so viele Kilometer, im Vergleich zu der Tour so gut wie gar keine, geschafft, weil wir unsere erste innerafrikanische Grenzüberquerung hatten. Das heißt von Marokko nach Mauretanien. Ich hatte nicht gedacht dass man als europäischer Bürger solche Schwierigkeiten hat Grenzen zu überqueren … na ja die Erfahrung hat uns eines Besseren belehrt. Also haben wir bei der Ausreise 4 Stunden angestanden und dann noch mal bei der Einreise 4 Stunden in der brütenden Hitze gewartet. Das Niemandsland zwischen Marokko und Mauretanien besteht aus einem wenige Kilometer breiten Streifen aus Ödland, da gibt nix außer ein paar Autowracks, bei denen ich hoffe dass sie nicht Opfer der Rallye geworden sind. Beim Warten musste man sich wider die Zeit vertreiben und so wurde kurzerhand der höchste Reifenstapel im Niemandsland gebaut ;o) ist ein kleiner Insider und wer es genau wissen möchte sollte einfach danach fragen und ich bin mir sicher jeder Rallyeteilnehmer kann was dazu sagen … es alles aufzuschreiben würde wohl den Rahmen und einige Nerven sprengen.

Naja nach scheinbar unendlichem Warten konnte die Karawane dann weiterziehen.

Und dann war es endlich soweit der erste Sand unter den Reifen. Nach einem Briefing wurde die Luft runtergelassen. Nur leider hat es bei uns wohl nicht gereicht, denn wir waren gleich unter den Ersten die sich eingesandet haben. Also musste noch mehr runter und dann hatten wir nur noch 0,8 bar drauf, also einen Platten, aber der hielt was er versprach und es konnte weitergehen.


Leider ist an diesem Abend einer nicht so glücklich durch den Sand, bzw. durch die Steinbrocken gekommen. Der Micha, unser Schreibär, hat gleich den ersten Stein den er finden konnte mitgenommen und sich die Ölwanne, trotz Unterbodenschutz, aufgerissen. Das hieß dann für ihn, diesmal keine Wüste. Er ist auf der Strasse mit einer geflickten Ölwanne weitergefahren. Da es dann langsam dämmerte holten wir unsere Zelte raus und schlugen sie mitten in der Ebene, wo es ganz schön pfiff, auf.

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