Donnerstag, 21. Juni 2018

20. - 21. Juni 2018 IKEA-Museum, Malmö, Öresundbrücke


Nach dem ersten Geliebten aus Schweden, dem VOLVO, musste natürlich die zweite Lieblingsmarke, weltbekannte Schwedenmarke und Hauptausstatter unseres Hauses besucht werden. IKEA.
Die Fahrt ging ins südschwedische Småland in die Stadt Älmhult, wo alles begann.
Das Museum ist echt ein Stopp wert. Über 3 Etagen wird anschaulich das Unternehmen und sein Gründer gezeigt. Auch Kinder kommen nicht zu kurz und Hannah war die längste Zeit bei der Kugelbahn. Zum Abschluss aßen wir im angeschlossenen Restaurant Köttbullar. Die waren aber von Spitzenköchen zubereitet. Selbst die braune Soße war ne Wucht und das sagt Peter nicht nur weil er Soßensachse ist. Und so verbrachten wir fast 5 Stunden im IKEA-Himmel. Und weiter ging’s auf der Strecke gen Süden.






 

Nach der langen zwei Stundenfahrt entschieden wir uns mal wieder einen Tag Pause einzulegen. Der Campingplatz direkt an der Öresundbrücke bei Malmö schien uns der richtige Platz dafür zu sein. Erst mal wieder bis 9:30 Uhr mit kleinen Unterbrechungen ausschlafen. 11 Uhr Frühstück.
Das Wetter machte es auch nicht schwer zu sagen wir bleiben heute am Camper, außerdem gibt es einen schönen Spielplatz und Hannah war mit den anderen Kindern von 9- 13 Uhr fast ununterbrochen tief im Spielen versunken. Nachdem Frieda dann ihren Mittagsbrei mehr oder wenig gegessen hatte, es gab was mit Spinat. Schnallten wir wieder einmal die Fahrräder vom Vehikel und fuhren zu einem Aussichtspunkt nahe der Brücke. Ein gewaltiges Bauwerk und laut Literatur die längste Tragseilkonstruktion der Welt!



Eigentlich sollte da schon der Trip zu ende sein, da sich aber dann doch die Sonne zwischen schnell ziehenden Wolken zeigte fuhren wir in Richtung Malmö. Ziel war der sogenannte „Turning Torso“ ein verdrehtes Haus. Nachher war er dann aber doch ein bisschen zu weit weg und Ablenkung verschafften auch Spielplätze für Groß und Klein an der Strandpromenade mit dem Titel „Urban Beach“. Ach und Wikipedia schreibt zum drehenden Turm „Mit einer Höhe von 190 Metern und 54 Etagen ist das Gebäude der höchste Wolkenkratzer Skandinaviens und das dritthöchste Wohngebäude Europas.“
Heute ist auch Sommersonnenwende und in Malmö geht die Sonne erst 21:55 Uhr unter. An unserem eigentlichen Ziel des Nordkaps 23:53 Uhr. Ab jetzt geht’s wieder abwärts. Nach dem Moto: die Tage werden kürzer, die Gesichter immer länger.

17.- 19. Juni 2018 Göteborg, Volvo Museum, Wildcampen im Småland


Heute besuchten wir die zweitgrößte Stadt Schwedens. Leider war das Wetter eher nasskalt. Aber das kann uns nicht aufhalten, da wir so was von equipt sind!
Nach dem erfolgreichen Abstellen des Campers zentral in der Stadt schlenderten wir zur Feskekyrka. Das soll mal ein Gotteshaus gewesen sein in dem jetzt Köstlichkeiten des Meeres verkauft werden. Man entschied sich das leicht verderbliche auf dem Rückweg einzukaufen und am Abend mit einem richtigen Schwarzbrot zu mumpeln.


Weiter Richtung Innenstadt kam ein schöner Einrichtungsladen an dem Einen oder Anderen. Das schwedische Design ist fein und teuer und so entschieden wir uns erst auf dem Rückweg zuzuschlagen und einen neuen Wäschekorb zu erwerben.
In der nächsten Einkaufshalle die Kungstorget die mit schmiedeeiserner Deckekonstruktion im Jugendstil erbaut ist, gab es nur leckere Sachen für Groß und Klein.
Und dort merkte man den stadtweiten Männermangel. Männermangel? Ja zu dieser Zeit spielte die schwedische Nationalelf gerade gegen Südkorea. Und waren Männer an den Ständen so wurde mit Handy oder Laptop parallel trotz Kundschaft geschaut, die aber auch dann nach dem Spielstand fragte. Take it easy. In Deutschland wäre das ein Kündigungsgrund gewesen.


Ein Großteil war dann in den vielen stylischen oder urigen Restaurants zu finden oder auf
puplic viewing Plätzen. Gerade als Frieda beim Einschalfen war schoß Schweden gegen Südkorea das erstes Tor und Frieda war wieder hell wach, weil die schwedischen Fans ordentlich laute Organe haben.
Die Stadt hat uns auch sehr wegen der Gründerzeit Häuserzeilen und dem Hafenflair gefallen.
Im Hafen sahen wir dann noch ein Segelschiffrennen im größten Seehafen Skandinaviens. Dem Volvo Ocean Race.
 



Apropos VOLVO. In den Volvoproduktionsstätten arbeiten 25% aller Göteborger. Die haben auch einen eigenen Seehafen. Und eine Zählung der Autos auf der Straße (Julia hat eine halbe Stunde lang Strichliste gemacht) ergab dass ein Drittel aller Fahrzeuge Volvos sind.

Also stand natürlich ein Besuch im VOLVO-Museum an.

Im Museum wird die Geschichte von VOLVO dargestellt, die erst 1921 mit Innovationen in Design, Sicherheit und Nachhaltigkeit startete. Volvo war schon immer Vorreiter und brachte zum Beispiel den ersten Dreipunktgurt, Sideairbag, ABS, Citysafety  auf den Markt.
Der Schedenstahl war in Fülle vorhanden. Und so konnten wir unsere Verbundenheit zur Schwedenmarke nur noch untermauern. 
 



Am späten Nachmittag ging’s dann in Richtung Småland.
Ein weiteres  Wildcampen an Seen schloss den Tag bei einer gleißend hellen Sonne ab.


15.-16. Juni 2018 Stockholm Gamle Stan, Birka Wikinger Freilichtmuseum und Julias Geburtstag



Der zweite Tag in Stockholm begann mit herrlichsten Sonnenschein und stand ganz im Zeichen der Altstadt Stockholms. Der Teil der Stadt liegt auf einer zentralen Schereninsel. Heute mal mit der U-Bahn reingefahren die Fahrräder brauchten etwas Ruhe ;-).
Mit der U-Bahn ist auch von den weitesten Randbezirken in 25 Minuten das Zentrum zu erreichen. Bei ca. 25 °C kam uns der Tag wie im Zentrum von Florenz vor. Schmale Gassen mit einer Fülle von Eindrücken. Cafes, Restaurants, Boutiquen für Glas- und Malkunst, Schwedische Mode und natürlich Souvenirshops. Auch jetzt in der Vorsaison werden riesige Gruppen der Clubschiffe und Busgruppen in die Stadt geführt. Wir fanden ein paar schöne Dinge und schlossen die Tour mit einem leckeren schwedischen Eis ab. 



Der Campingplatz bot noch die Möglichkeit der Sauna. Das konnten sich Hannah und Peter nicht entgehen lassen. 

Der nächste Tag begann 6:30 Uhr, da wir eine Bootstour zur Wikingermetropole BIRKA unternehmen wollen. 10 Uhr am Rathaus war das gesetzte Ziel. 
 

Vorher gab`s natürlich für das Geburtstagskind ein kurzes Ständchen und kleine Geschenke.
Das bei uns immer alles so auf Kante wird! 10 Minuten vor der Angst erreichten den Anleger. Es war auch die einigste Tour des Tages. Wir fuhren 2 Stunden durch  Scheren bei schönstem Sonnenschein zur Insel Birka. Der Name leitet sich wirklich von dem Wort Birke ab, da sich auf der Insel große Birkenwälder über den Grabhügeln der Altforderen erstrecken. 





Im Preis war auch eine sehr schöne einstündige Führung enthalten und wir erfuhren weitere spannende Dinge über die Wikingerkultur, die sich am Ende der Eisenzeit von ca. 710 – 1150 erstreckt. Danach verschwand durch die Christianisierung diese Kultur. Vik ist im nordischen die Bucht. Und so waren die Wikinger Leute der Bucht die im eigentlichen Farmer und Händler waren, die sich zu bestimmten Zeiten auf „Abenteuertour“ begaben und zum Beispiel wissen wollten, was auf der anderen Seite des Ozean ist. So fanden sie die neue Welt „Neufundland“. Olaf Erikson das Eisland (Island) und das grüne Land hoch im Norden (Grönland). 


Im Museum wurden eine Vielzahl von Bautechniken des Haus und Bootsbau gezeigt. Vati (Rainer D.) wäre sehr interessiert gewesen. An ihm ist ja ein kleiner Zimmermann verloren gegangen.
Auf der Rückfahrt waren dann alle Gäste auch geerdet und einige, wie auch Peter machten ein Nickerchen.
Zum krönenden Abschluss und als Geburtstagsmahl wurde Fleisch und Wurst gegrillt. 
Nach 3 Übernachtungen und 4 wunderschönen Tagen in Stockholm geht’s weiter Richtung Süden. Ziel ist Göteborg. Wir legten ca. 150 km davor einen Wildcampingstop zum ersten Spiel der Nationalelf ein. Zum Glück ist unser Navi auch gleichzeitig ein DVTB-TV-Empfänger.
Das Spiel naja. Ein typischer Start für die deutsche Mannschaft. Ist sehr steigerungsfähig.

Samstag, 16. Juni 2018

11.-14. Juni 2018 Sundsvall, Hudviksvall, 1. Tag Stockholm

Weiter in Richtung Südosten steuerten wir Sundsvall an der Ostsee an. Somit haben wir bei dieser Reise die West- und Ostseite Skandinaviens besucht. Wir kamen durch die lange Fahrt erst gegen 17 Uhr an und entschieden uns lieber an den kleinen Strand des Campingplatz zu gehen und die Städtetour mal auszulassen.
Am nächsten Tag fuhren wir dann Richtung Süden bis zum Küstenstädtchen Hudviksvall. Die Stadt ist halt eine Provinzstadt mit kleinen historischen Hafen, einer Einkaufspassage und paar Kirchen. 




Nach 2 Stunden und einen „Pølser“ mit Pommes, keine kulinarische Köstlichkeit, fuhren wir etwas weiter und fanden nach längerer Suche einen Wildcampingplatz direkt an der Ostsee mit kleiner Hafenanlage. Und hier waren das Phänomen, welches ja über Sommer in Skandinavien eigentlich immer auftritt – MÜCKEN ohne Ende. Selbst mit Fliegengitter zerstachen uns die Biester in der Nacht. Mal schnell Pullern, selbst für Peter endete das mit der Nutzung unserer, gefühlten, 10 cm² Badekapsel.



Wir überstanden die Nacht und fuhren ohne Zwischenhalte knapp 3 Stunden über die E4 nach Stockholm, mit dem Ziel eines Campingplatzes am Stadtrand.
Für den nächsten Tag wurden nun endlich die Fahrräder vom Mobil geschnallt und mit dickem Wasserstrahl von bisher 3.500 km Fahrtstaub befreit.
Ziel des nächsten Tages war der Besuch des bekannten Vasamuseums und das mit eigener Kraft auf unseren Fahrrädern. Frieda zog Peter mit dem geborgten Anhänger in Richtung City.
Etwas hoch etwas runter und immerhin auch für Hannah bisher ein Rekord. Hin –und Rückfahrt 32 km!
In der Stadt gibt es sehr oft 2 spurige Fahrradwege. Zurzeit wird aber viel gebaut, daher waren die Wege dann doch schon ein bisschen überfüllt.



 
Das Vasamuseum liegt auf einer Museumsinsel, auf der auch andere Museen Platz finden.
Die Vasa war ein Kriegsschiff von 1621 die kurz, und ich meine kurz (ca. 1.500m) nach dem Stapellauf im Stockholmer Hafen versank. 30 Seeleute fanden den Tot. Und wer war schuld? Wie immer die Obrigkeit- der Auftraggeber. Denn als der Bau der Vasa schon im Gange war, wollte der König auf einmal zwei Kanonendecks. Kein Schwedischer Schiffsbauer hatte da Ahnung drin und so wurde zu wenig Platz für Ballaststeine bereitgestellt. Will sagen der Schwerpunkt war zu hoch über der Wasserlinie, dass Schiff wurde instabil und bei der kleinsten Brise kippte das Schiff auf die Seite und sank.
Die Geschichte, das gesunkene und 1961 gehobene Wrack sind anschaulich im Museum gezeigt. Interessant ist auch dass sie damals das Museum um das Schiff herum gebaut haben. Hannah war total begeistert!


 

Und nun nach einem kurzen Saunabesuch von Hannah und Peter, dem Abendbrot, und Duschen sitze ich (Peter) hier, schreibe diese Zeilen und alle drei Mädels grunzen seit einer Stunde. Mach ich jetzt auch gleich. Also bis bald – N8.




Montag, 11. Juni 2018

9. - 10. Juni 2018 Östersund, Åre und Fjellwanderung


Nach der Nacht im „Wilden“, ein bisschen wie auf dem Erzgebirgskamm übernachten, fuhren wir Richtung Östersund, der Biathlonmetropole. Leider war davon nichts zu sehen, auch fanden wir irgendwie nicht die Arena am Stadtrand. Das ist aber eine andere Geschichte. 
Östersund hatte vor 1850 weniger als 200 Einwohner. Durch den Handel mit Holz stieg die Einwohnerzahl auf die heutigen 10.000 an. Daher gab es auch keine hölzerne Altstadt.
Die Stadt ist wie ein Schachbrett aufgebaut. Der Yachthafen mit Park und neuen teuren Hafenwohnungen ist der sehenswerte Teil. 

 

Ein kurzer Einkauf und das obligatorische Eis, bei nun wieder stolzen 23°C beendeten die Sightseeingtour.
Unterwegs machten wir noch einen kurzen Abstecher zu den best erhaltenden Steinmalereien Schwedens, nur so zum Vergleich mit denen in Norwegen :o)


Wir fuhren ca. 100 km wieder in Richtung Norwegen, nach Åre, ein wohl bekanntes Skigebiet der Schweden ca. 60 km vom Grenzübergang Storlien entfernt liegt.
Studies die auch in Trondheim ihr Auslandssemester verbracht haben kennen die Grenzstadt als Duty Free Zone. Studenten und norwegische Rentner füllten hier ihre Bier und Fleischlager mit „günstigen“ Waren aus Schweden.
Eigentlich wollten wir in Åre, die bis 2017 einzige in Skandinavien existierende Seilbahn zum Berg Åreskutan mit einer Höhe von 1.420m fahren. Leider beginnt hier zur Midsommerwende erst die Saison. Nach kurzer Planänderung und Info im Touristeninfocenter wanderten wir eine kleine Strecke im Fjell mit dem Ziel eines einsamen Bergsees (Ullsjörn). Mal so einfach mal abchillen und keine Menschenseele im Umkreis von 5 km.




Ein kurzes Bad sollte nach der 4-stündigen Tour im See Åresjörn Kühlung verschaffen. Leider zu kühl, selbst für Peter und Hannah.
Morgen geht’s dann nun weiter Richtung Südost an die baltischen Meerbusen. Das wir eine fahrt um die 300 km. Ab der Grenze Schweden kann man jetzt auch wieder etwas, etwas schneller nämlich maximal 90 km/h fahren. Brumm, brumm.

6.- 8. Juni 2018 Wildpark NAMSSKOGAN, Fahrt Richtung Östersund


Die nächsten zwei Tage waren ganz schön kalt und teilweise vernieselt. Wir waren on the road und haben unterwegs eine Felsmalerei das Bøyareinen angeschaut. Da gab es auch noch reichlich andere Abbildungen, welche leider nicht mehr sehr gut erhalten waren.




Dann haben wir einen schönen Wildpark mit „Spielanteil“ in NAMSSKOGAN angesteuert, an den auch gleich ein Campingplatz mit allen Annehmlichkeiten inklusive angeschlossen ist. Auch mal wieder ein Tag ohne auf der Piste zu sein. Neben den „Big Five“ Wolf, Braunbär, Rehntier, Rotwild und Elch sind hier auch noch andere Kleintiere, wie Polarfuch, Fuch, Vielfraß etc. zu sehen. Schöne weitläufige Gehege, die erst den gewünschten Blick auf die scheuen Tiere manchmal unmöglich machten. Aber es gibt ja Fütterzeiten und da kommen sie dann alle an. Hannah fürchtete sich ein bisschen vor den Wölfen. Die Märchen halt. 




 

  
Danach ging es für Hannah und uns in den Freizeitparkteil über. Neben einer echt langen Sommerrodelbahn konnte man mit einem Drehmotorboot fahren, auf Hochsprungtrampolinen mit Bändern springen, E-Traktoren und Tretauto fahren. Kurz vor der Schließzeit des Parkes um 17 Uhr gab es noch das obligatorische Tageseis trotz 8 °C Außentemperatur. Das muss sein. Die Tore schlossen sich hinter uns und wir schlenderten die 300 m zum Campingplatz hinüber. 

Hannah wollte irgendwie ganz schnell ins Bett und war daher wieder zum Haareraufen.
Der nächste Morgen begann erst 9:30 Uhr mit Frühstück drinnen. 11:30 Uhr war dann Abfahrt Richtung Schweden. Gegen 13:30 Uhr passierten wir die Grenze und sind jetzt ca. 80 km vor Östersund beim Wildcamping auf einer  herrlichen Lichtung mit Aussichtskanzel. 
 


Morgen ist Städtetour in Östersund angesagt.

Schöne Träume und god natt!