Sonntag, 8. März 2009

Rallye: 9. Etappe: Tafraoute – Layonne (Westsahara 601 km)

An diesem Tag haben wir uns was Großes vorgenommen. Wir sind vor Sonnenaufgang um 6.15 Uhr aufgestanden und zu den Blauen Steinen gefahren um sie in ihrer vollen Pracht im Morgenlicht sehen zu können. Naja als wir dann da ankamen wo die Steine sein sollten wurde es zwar gerade hell, aber es war bewölkt, also nix mit schönem Sonnenaufgang in den Bergen. Zu allem Überfluss haben wir die Steine auch nicht gleich gefunden, da wir uns auch gar nicht vorstellen konnten wie sie aussehen und vor allem wie groß sie sind. Also irrten wir bestimmt ne Stunden durch die Gegend. Peter und ich wollten einfach nicht aufgeben, den Anderen wurde der Weg dann langsam schon zu weit und sie holten die Autos. Und nachdem wir ein ganzes Stück über die Felsen gelaufen sind und uns auch schon weit von der Strasse entfernt hatten langen sie plötzlich vor uns. Naja so spektakulär waren sie dann doch nicht. Warum sie blau sind? Ne das ist keine Laune der Natur. Die hat ein belgischer Maler mit ägyptischer Farbe angemalt. Warum er das gerade in dieser Einöde getan hat ist uns ein Rätsel. Wer eine Antwort darauf hat kann sie uns gerne mitteilen. Man kann sie auch bei GoogleEarth sehen.


Nach dieser Suche haben wir erstmal ein schönes Frühstück gemacht und auch noch ein paar andere Rallyeteilnehmer getroffen.

Dann haben wir den Antiatlas hinter uns gelassen und sind noch durch ein Gebiet gefahren dass durch seine wunderschön gefalteten Formationen ins Auge stach. Und inmitten dieses roten und kargen Gesteins lagen tiefgrüne Oasen aus Palmen.


Im Gebirge hat zum Glück das Wetter mitgespielt und wir sind trocken durchgekommen, aber als wir in die Westsahara einfuhren hat uns noch mal ein richtig böses Gewitter eingeholt, von anderen Teams haben wir gehört dass sie es zwar gesehen haben, aber nicht reingeraten sind. Es war auf jeden Fall so schlimm dass wir teilweise nicht mehr oder nur im Schritttempo fahren konnten. Aber das soll unser letzter Regen auf der Tour gewesen sein, ab da konnten wir das afrikanische Wetter genießen.

Der weitere Weg der Strecke führte uns an der Steilküste von Westafrika entlang. Das war schon sehr beeindruckend so am Rand langzufahren. Aber leider bot dieser Abschnitt sonst nix außer gerade Strassen.


Nach einer der zahlreichen Polizeikontrollen, die wir aber mit Hilfe unseres Fishes (von uns ausgefüllte Selbstauskünfte die wir jedem in die Hand drückten der was von uns wollte) immer gut passieren konnten, hatten wir dann noch unseren zweiten Platten, aber zum Glück ist der Reifen nicht geplatzt sondern hat einfach nur im Stand die Luft verloren, so dass ich auch beim Fahren nix gemerkt hatte.

Auch an diesem Tag kamen wir erst spät im Dunkeln an unserem Camp, einem Beduinencamp, an. Nur diesmal war die Fahrt in der Dunkelheit eine echte Qual, da die Strasse noch recht gut befahren war und uns sehr viele Lkws entgegenkamen. Das Team zwei Fragezeichen hat dann auch noch den Spiegel bei einer leichten Kollision verloren. Über Stock und Stein geht es dann noch ca. 7 km querfeldein zum Beduinencamp, der Weg nur durch ein paar winzige Leuchtsymbole markiert … da zweifelt man dann schon mal ob sich der richtige Weg noch vor einem befindet.

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