Freitag, 17. Oktober 2014

01.10.-04.10. Rundtour Mahè mit De Martina, noch einmal Victoria



Durch Mundpropaganda an uns herangetragen nahmen wir die Idee auf die Insel mit einer hiesige Reiseführerin mit dem Auto zu erkunden. De Martina holte uns früh 8:30 Uhr mit ihrem Auto in unserer Ferienanlage ab. Wir fuhren über immer schönerer Aussichtspunke, Strände, zu einer Teeplantage, Destillerie, Kreolischen Restaurant und allerhand Wälder über und um die Insel. De Martina redete ununterbrochen ein Mischmasch aus Deutsch, Englisch und Kreolisch. Sie hatte ein extrem gutes Wissen über die einheimische Flora und Fauna und hat wahrscheinlich einen Abschluss in Naturheilkunde, da Sie viele Pflanzen zur Bekämpfung von Diabetes, Krebs und andere Krankheiten der Neuzeit empfahl unter anderem auch Kurcuma, Zimt, Cannabis, Ingwer und Koka.  Hannah nahm die ständig plappernde Tante gelassen hin.  

 



Da wir bei unserem ersten Besuch in der Hauptstadt Victoria nicht gleich alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert hatten und uns der Wochenmarkt so gut gefallen hatte entschieden wir uns noch mal einen Tagesausflug dort hin zu unternehmen. Diesmal waren wir etwas früher da und der Wochenmarkt präsentierte ein sehr großes Angebot an frischem Fisch, Obst und Gemüse. Wir probierten auch mal eine Trinkkokosnuss, die von der ganzen Familie genossen wurde. Das Kokosfleisch war aber nicht so nussig wie erhofft. 


Auch fanden wir dort und gleich in der Nähe auf der Market-Street die passenden Souvenirs. Nach dem Mittag besuchten wir dann auch das Naturkundemuseum. Neben der Präsentation in stark abgekühlten Räumlichkeiten im Erdgeschoss hiesiger Flora und Fauna waren auch die geologischen Besonderheiten der Seychellen anschaulich mit Gesteinsbrocken dargestellt. Zur  Info: die Seychellen waren das Zentrum des Urkontinentes Gondwana und damit Zentrum der Welt. Im Eingangsbereich waren drei Riesenschildkröten aufgestellt. Hannah hat die Kleinste, niedliche gleich mal gestreichelt und etwas stark an dem präparierten Kopf gezogen, der dann bald darauf nachgab. Die Kassiererin meinte aber nur, dass sind halt Kinder und es wäre nicht das erste mal gewesen. Im Obergeschoss, das durch eine Temperaturinversionsschicht ca. 20 °C wärmer war konnte Julia ihre nun neu erworbenen Kenntnisse durch richtiges Anlegen von Bildern der Flora und Ertasten bei zahlreichen Aufstellern beweisen. 

Die, wie immer überfüllten Public-Buses war wieder mal vergleichbar mit der ersten Fährfahrt bei Windstärke acht. Dem wahrscheinlich chinesischen Busfabrikate wurde keine Verschnaufpause am steilen Berg hoch gegeben. Wie auch an den anderen Tagen gingen wir noch vor dem Abendbrot in den Pool um den Tag seicht ausklingen zu lassen.
Der nächste Tag zeigte sich früh schon sonnig und so machten wir den vorletzten Tag einen weiteren Strandtag am Sunset Beach. Julia schnorchelte wieder ausgiebig und Hannah liebte  das Hineinrennen in die Brandung. Auch an diesen Tag haben wir uns mal wieder, trotz Sonnencreme richtig verbrannt. 
Am letzten Tag haben wir noch einmal den Strand genossen. Und wir hatten Glück einer der schönsten  und populärsten Strände auf Mahé lag direkt vor unserer Haustür. Das Meer war ruhig und so konnten wir noch einmal ausgiebig planschen.




So geht unsere Hochzeitsreise zu Ende, es war sehr schön auf den Seychellen und sie sind als Reiseziel wirklich zu empfehlen. Nicht überlaufen, recht gut erschlossen und es gibt kaum Bettenburgen.

27. – 29.10. Rückfahrt Praslin und einchecken auf Mahé, Regentag, Victoria, Sunset Beach



Mit mulmigen Gefühl in der Magengegend, in ungewisser Erwartung die Fährüberfahrt mit dem Katamaran zurück nach Mahé machten wir uns von der Ocean Indian Lodge mit dem Transferbus auf den Weg in Richtung Hafen. Zuvor noch ein kühles Bad im lieb gewonnen Pool. Das Wetter war nicht so regnerisch und so windig wie bei der Hinfahrt und so konnte man einigermaßen die schnell vorbeischießende Aussicht genießen. Die Mädels waren trotzdem erstaunlich ruhig.

 
Die Weiterfahrt zu unserer Unterkunft auf Mahé mit dem klagvollen Namen Hannemann verlief problemlos. Wir freundeten uns auch gleich über unsere liebe Hannah mit einem älteren Ehepaar mit auch so einem süßen kleinen Enkel an, die auch in unserem Hotel übernachteten. 
Der nächste Tag war recht bedeckt und ab und zu fiel mal mehr oder weniger Regen. Die am Strand stattfindende Regatta verlief daher auch etwas schleppend, da das Publikum zuweilen durchnässt war. Daher konnten Hannah und ich mit dem geschrumpften Tagesprogramm unseren wohl verdienten Mittagsschlaf im eigenen sehr großzügigem Appartement machen.


Am folgenden Morgen war der Himmel aufgeklart und wir unternahmen einen Tagesausflug in die Hauptstadt Victoria mit dem Public Bus. Die Stadt ist quirlig und hat einen gewissen englischen Charme. Mit knapp 40.000 Einwohner leben hier fast die Hälfte der gesamten Bevölkerung der Seychellen. Wir erkundeten schnurstracks die Innenstadt und besuchten den Wochenmarkt auf der Market street im Zentrum der Altstadt. Neben allerhand Andenkenspiddel gab es auch wirklich frischen Fisch wie Makrele und Red Snapper, Obst und Gemüse von der Insel.





Nach einer kleinen Stärkung im Pirat Arm-Restaurant ging’s in den etwas außerhalb gelegenen Botanischen Garten. Der war schön am Hang von den Engländern im 19 Jhr. angelegt worden. Prinz Philipp, Ehemann der Queen hatte hier im Jahr 1956 eine Coco de Mer gepflanzt. Hier gab es auch neben Sternenfrüchten, Elefantenäpfeln und allerhand endemische Palmenarten auch kriechendes und fliegendes Getier.  Ein Gehege mit Riesenschildkröten brachte Hannah zum Verzücken. Die Flughunde die über uns kreisten ebenso. Das schwülwarme Klima und die stehende Luft zwischen der Vegetation war auch anziehend für Tigermoskitos. Keiner von uns dreien wurde verschont, besonders Julias Blut muss aber besondern süß geschmeckt haben.



Nach dem Trubel in der „Großstadt“ wurde es wieder Zeit für ein bisschen Ruhe. Es war wieder Strandtag angesagt. Unsere Wahl fiel auf den Sunset Beach, ein wirklich sehr einsamer kleiner Strand, wo sich gerade mal 5 Pärchen hin verirrt haben. Der Wellengang war zwar recht hoch, aber zum schnorcheln eignen sich die Felsen bestens, Julia hat einiges an gelbe, blauen und gestreiften Fischen sichten können.