An diesem Tage sollten wir das Ziel unserer Reise erreichen. Aber vorher standen noch
Überfüllte Gefährte jeder Art.
Siedlungen wie man sie sich vorstellt.
An diesem Tage sollten wir das Ziel unserer Reise erreichen. Aber vorher standen noch
Überfüllte Gefährte jeder Art.
Siedlungen wie man sie sich vorstellt.
Und auf diesem Teil lag dann auch unser Campingplatz, der erstaunlicherweise schön ordentlich war.
Erstaunlicherweise hatten die meisten Kinder Schuluniformen an und kamen gerade aus den Schulen. Eine Mädchenschule haben wir auch gesehen. Hineinzugehen war mir nicht angenehm, andere wo die Neugier scheinbar siegte haben es gemacht.
Als uns der Hunger plagt sind wir in ein Restaurant gegangen was sehr annehmlich aussah, wie sich rausstellte wurde es von eine Französin geführt die ihre eigenen Fischer beschäftigte, so dass der Fisch nicht über den Markt gegangen ist und das konnten wir später noch feststellen ist ein weise Entscheidung. Es hatten sich auch schon viele andere Rallyeteilnehmer dahin verirrt. Und endlich gab es auch wieder Bier, nach einigen Tagen ohne hatten wir ganz schönen Bierdurst. Ne wir hatten nicht zu wenig mitgenommen, es war sogar sehr gut kalkuliert und zwar genau bis zur mauretanischen Grenze, denn da ist Alkohol strengstens verboten und da wir mit einer Autodurchsuchung rechnen mussten, konnten wir uns nicht überwinden welches zu schmuggeln. Wir hatten zwar Wein und Hartes mit, aber das war auch nicht so toll bei Bierdurst. Naja im Senegal ist Alkohol erlaubt, also rein damit.
Lecker den Magen voll und voller Tatendrang sind wir dann zum Campingplatz zurückgelaufen. Und was macht man am Meer? Man geht da natürlich lang. Eigentlich wollten wir bei der Ankunft am Zeltplatz auch noch baden gehen, aber das haben wir uns dann verkniffen als wir die Situation am Strand gesehen haben. Der Müll, sei es Hausmüll, Fäkalien oder wer weis was noch, werden einfach an den Strand gekippt und das Wasser spült es dann früher oder später ins Meer. Auch die Wohnsituation dort ist echt schrecklich die Häuser verfallen oder nur von ein paar Schrottresten zusammengehalten. Und alles ist einfach nur dreckig. Wir waren echt froh als wir da vorbei waren, aber die toten Tiere die wir am nächsten Strandabschnitt gesehen haben konnten unsere Laune nicht gerade heben.
Weiter ging es auf normalen Strassen. Unterwegs hat man einiges von den Dörfern und der Bevölkerung die dort lebt gesehen. Und auch hier sieht es ganz schön schlimm aus. Die Hütten winzig und alles ringsum irgendwie dreckig. Um Nouakchott befindet sich ein richtiger Müllgürtel, die Leute bringen das einfach ein paar Meter vor die Stadt, aus den Augen aus dem Sinn. Auch am Straßenrand außerhalb der großen Stadt liegen sehr viele Mülltüten, die nicht verrotten, rum.
Hier einige Straßenszenen aus dem Auto rausfotografiert. Wenn man in Kolonne unterwegs ist kann man leider nicht so oft und dort anhalten wo man will.
Fällt euch an diesem Bild was auf … ich glaub die sind zu einem Familienessen unterwegs und das denke ich nicht nur weil das Auto sehr voll besetzt ist.
Ja sie ist noch am Leben und hat ganz gemütlich hin und her geschaut. Naja andere Länder andere Sitten.
Unser weiterer Weg führte uns durch eine Vogelschutzgebiet auf einem Damm entlang und naja da gab es ein paar Unwegsamkeiten denen man lieber aus dem Weg gehen bzw. fahren sollte, da wo ein Jeep drüberkommt schafft das nicht unbedingt ein Pkw. Nicht wahr ihr zwei Fragezeichen?
An diesem Tag sind wir dann nach Senegal eingefahren und auch hier war der Grenzübergang mit warten verbunden, naja sind wir nun schon gewohnt.
In Senegal ist es verboten Autos einzuführen die älter als 5 Jahre sind … wie man es sich denken kann trifft das nun mal auf alle Autos zu. Also haben wir eine Zolleskorte bekommen, Eskorte ist vielleicht etwas übertrieben, es war ein Beamter der in einem Auto der Orgs mitgefahren ist. Wir haben versucht eine Kolonne zu fahren, aber bei der Masse an Autos ist das recht schwierig. Da wurde dann immer mal angehalten und alle Autos wurden durchgezählt, damit ja keins irgendwo hin verschwindet. Dass seit längerem keine neuen alten Autos ins Land gekommen sind kann man auch sehr schön auf den Strassen beobachten.
An diesem Tag mussten wir auf die Ebbe warten und mit der war erst nachmittags zu rechnen. Also hieß es relaxen und sich einen Sonnenbrand de Lux zu holen, denn man unterschätzt die Sonne echt wenn einem die ganze Zeit eine frische Seebriese um die Nase weht. Wir haben also erstmal ausgeschlafen, sind in den Dünen spazieren gewesen und haben Muscheln, die in Hülle und Fülle in den verschiedensten Formen, gab.
Und dann war es vorbei mit dem Ausruhen und alle Kräfte mussten mobilisiert werden um die Autos wieder an den Strand zu bringen und das ging wieder nur mit Schieben und ziehen. Ich glaub aber so manch einer überschätzt sich.
Tja ein Strand der befahren wurde muss ja auch irgendwann wieder verlassen werden und wieso sollte das einfacher als die Auffahrt sein. Also wieder volle Kanne dahin wo einem hingezeigt wird. Als alle wieder auf recht festem Boden angekommen sind, ging es auf Schotterstrassen ist schon ein wenig mehr Luft im Gummi weiter Richtung Nouakchott, der Hauptstadt Mauretaniens.
An diesem Tag unserer Wüstenfahrt wurde beim Morgenbriefing gesagt dass alle Wege zum Ziel führen. Also sich vor diversen Hügeln teilen und sich dann wieder vereinen konnten. Also fuhren wir alle los. Nach einigen sandigen Etappen trafen wir uns alle in einer Ebene um aufeinander zu warten. Da stellte sich heraus dass das Team Querfeldein und ein Motorradfahrer fehlten. Was nun? Einige meinten beobachtet zu haben, dass die Beiden an einer Stelle anders abgebogen sind. Naja wir dachten nix schlimmes dabei, alle Wege sollten ja wieder zusammenkommen. Allerdings war in den Gesichtern der Wüstenführer und der Orgs eine gewisse Spannung zu bemerken. Also hieß es warten. Die Autos mit Allradantrieb sind mit den Führern losgefahren und manche standen in Sichtweite auf den Hügeln, aber kein Auto oder Motorrad zu sehen. Die Angst lag nicht gerade darin dass den Autofahrern was zustoßen könnte, vielmehr beim Zweirad, weil wenn der irgendwo hinfällt findet man den nicht wieder. Nach einigen Stunden warten und vergebenen Suchens sind wir dann doch weitergefahren. Und als das Meer in Sicht war haben wir auch die Beiden gesehen wie sie auf uns warten, allerdings haben sie uns dann später erzählt dass sie sich schon erst noch verfahren hatten, aber sie waren die ganze Zeit zusammen und das ist ja schon mal was. Ich mein die hatten sich nicht aus der Ruhe bringen lassen, weil es ja hieß man trifft sich am anderen Ende wieder. Naja End gut alles gut.
In Richtung des Meeres mussten wir feststellen dass die Wüste immer mehr befahren erschien, also nicht dass uns jede menge Autos begegnet wären, aber die Pisten waren sehr ausgefahren und hatten die typische Waschbrettstruktur. Auch Wegweiser konnten wir mitten im Nichts finden. Es stellte sich dann heraus dass es tatsächlich mal ne Hauptverbindung zur Stadt war, aber nun eine Strasse existiert und die Strecke nicht mehr so viel genutzt wird.
Dann ging es zur Strandauffahrt. Die sich recht spektakulär gestaltete. Denn wir mussten mit voller Wucht und allem was das Auto hergab in ein Sandfeld fahren wo man nicht sehen konnte wo es hingeht und geschweigedenn in welche Richtung man abbiegen soll, na ja das mit der Richtung wurde uns gewiesen und dann hieß es „Ab dafür“ und im zweiten Gang voll aufgedreht. Am Strand ging es dann gemütlich weiter, man musste nur aufpassen dass man nicht von einer Welle erwischt wird, denn da kann ganz schnell das Heck weg sein.
Am Ende des Tages schlugen wir unser Camp direkt am Strand auf, dazu mussten die Autos aber auf den oberen Teil des Strandes gefahren werden und das wieder mit richtig Schwung, sonst war die Gefahr zu groß dass die Flut das Auto holt und es ist ja nun mal kein Amphibienfahrzeug, also in Sicherheit bringen.
Die Teilnehmer wurden im Vorfeld in zwei Gruppen eingeteilt, den „Igel“ und Den „Hasen“. Wir durften uns in die Gruppe der „Hasen“ einreihen und gehörten so zu den schnelleren. Die ganzen Kleintransporter und etwas kleineren Pkws fuhren als „Igel“ durch die Gegend. Und wie es die Geschichte schon erzählt haben es die „Igel“ einmal doch tatsächlich geschafft vor uns da zu sein, ohne uns überholt zu haben. Jede Gruppe hatte zwei Wüstenführer, die am Anfang und am Ende der Gruppen in Autos mitfuhren die nur einen Teilnehmer hatten. Tja da kannte der Eine sich wohl besser aus als der Andere, ne ich glaub das war so gewollt, die sind eine etwas einfachere Strecke gefahren.
Die Führer bestanden mittags immer auf eine ausgedehnte Pause und so hieß es ausharren der Dinge die da kommen und warten. Was bei 40° im Schatten nicht immer so einfach war. Aber man weis sich ja zu helfen. Und Platz ist im winzigsten Schatten.
In den Pausen, die immer mal entstanden, weil wir uns wieder sammeln mussten, konnten es einige, vor allem die Allradautofahrer, nicht lassen und gingen in den Dünen spielen. Was dann meist mit Kraft endete. Ein Geländewagen und zehn Personen und das Seil ist trotzdem dreimal gerissen.
Am nächsten Etappenziel gab es noch mehr Dünen zum spielen. Aber auch eine äußerst merkwürdige Pflanze. Die Blätter und Blütenblätter haben sich wie aus Plaste angefühlt … wieder ein Beweis wie gut sich die Natur sogar an die unwirklichsten Bedingungen anpassen kann. Tiere haben wir zwar direkt nicht gesehen, aber ihre Spuren im Sand rings um unsere Zelte am nächsten Morgen.
Links auf dem Bild wird gerade der Auspuff vom Team „B&B“ verstaut, er wurde natürlich mitgenommen und in Banjul wieder angebracht. Da war es leider vorbei mit dem satten Sound.
Bei dem Titel dieses Teils könnte man meinen wir haben Dünenhopping gemacht, passt ja auch irgendwie, denn das ist ja der spannendste und außergewöhnlichste Teil der Reise. An dem Tag haben wir nicht so viele Kilometer, im Vergleich zu der Tour so gut wie gar keine, geschafft, weil wir unsere erste innerafrikanische Grenzüberquerung hatten. Das heißt von Marokko nach Mauretanien. Ich hatte nicht gedacht dass man als europäischer Bürger solche Schwierigkeiten hat Grenzen zu überqueren … na ja die Erfahrung hat uns eines Besseren belehrt. Also haben wir bei der Ausreise 4 Stunden angestanden und dann noch mal bei der Einreise 4 Stunden in der brütenden Hitze gewartet. Das Niemandsland zwischen Marokko und Mauretanien besteht aus einem wenige Kilometer breiten Streifen aus Ödland, da gibt nix außer ein paar Autowracks, bei denen ich hoffe dass sie nicht Opfer der Rallye geworden sind. Beim Warten musste man sich wider die Zeit vertreiben und so wurde kurzerhand der höchste Reifenstapel im Niemandsland gebaut ;o) ist ein kleiner Insider und wer es genau wissen möchte sollte einfach danach fragen und ich bin mir sicher jeder Rallyeteilnehmer kann was dazu sagen … es alles aufzuschreiben würde wohl den Rahmen und einige Nerven sprengen.
Und dann war es endlich soweit der erste Sand unter den Reifen. Nach einem Briefing wurde die Luft runtergelassen. Nur leider hat es bei uns wohl nicht gereicht, denn wir waren gleich unter den Ersten die sich eingesandet haben. Also musste noch mehr runter und dann hatten wir nur noch 0,8 bar drauf, also einen Platten, aber der hielt was er versprach und es konnte weitergehen.
Leider ist an diesem Abend einer nicht so glücklich durch den Sand, bzw. durch die Steinbrocken gekommen. Der Micha, unser Schreibär, hat gleich den ersten Stein den er finden konnte mitgenommen und sich die Ölwanne, trotz Unterbodenschutz, aufgerissen. Das hieß dann für ihn, diesmal keine Wüste. Er ist auf der Strasse mit einer geflickten Ölwanne weitergefahren. Da es dann langsam dämmerte holten wir unsere Zelte raus und schlugen sie mitten in der Ebene, wo es ganz schön pfiff, auf.