Nach der ersten
Nacht als Wildcamper, und wir waren nicht die Einzigen an der Stelle, ging es
gegen 10 Uhr zur Snøhetta. Die moderne Schutzhütte am höchsten Punkt im
Dovrefjell ist ein organisch anmutendes Gebilde aus Holz, Metall und Glas. Sie
hat sogar einen futuristischen Kamin den Schutzsuchende im Schneesturm anzünden
können. An diesem Punkt wurde auch etwas über die Vorgeschichte der
Urbevölkerung und die innige Verbundenheit zum Rehntier geschrieben. Natürlich
eine Super Aussicht über das Fjell und gut mit dem Kinderwagen zu erlaufen.
Am späten Abend
trafen wir dann an der NTNUI-Hütte „Vekvesætra“ ein. Martina & Martin und
die Kinder Frida und Selma kamen gegen 20 Uhr mit dem Schlüssel für die Hütte,
die wunderbar abgelegen liegt.
Die Kinder konnten wir getrost frei laufen
lassen. Selbst die Schafe laufen hier frei. Dem entsprechend schaffte es auch
Frida am nächsten morgen barfuss in eine Kakatretmine zu treten. Wir hatten
hochsommerliche Temperaturen und die Kinder waren mutig genug im Gleschterbach
baden zu gehen. Bei uns hat es wieder nur für die Füße gereicht. Es waren zwei
schöne Tage zum Faulenzen und entspannen auf der Hütte und der nahen
Umgebung. Hier sind wirklich schicke
Holzhütten Wochenenddomizile der
„stressgeplagten“ Städter Norwegens.
Die nächsten zwei
Tage schliefen wir im Haus von Martina & Martin am Rande von Trondheim,
welches schön oben über dem Trondheimfjord gelegen ist. Der zweite Tag in
Trondheim stand im Zeichen der Städtetour. Hafen, mit der Anlagestelle der
HURTIGRUTEN, Altstadt mit Nidarosdom und Bryggehäusern. Danach ging`s ins
Hallenbad direkt am Fjord mit Sicht auf die vorgelagerte Gefängnisinsel
Munkholm. Frieda genoss ihren ersten Schwimmbadaufenthalt sichtlich. Hannah und
Selma sind das erste Mal vom Einmetersprungbrett gesprungen und Julia hat
mehrmals den Rekord in der großen Wasserrutsche eingestellt.
Den Tagesabschluss
mit knurrenden Mägen bildete das uns schon bekannte EGON-Pizzarestaurant auf
dem 78 m hohen Tyholttower hoch oben über der Stadt. Wie auch im Berliner
Fernsehturm dreht sich die 2. Plattform zur Rundumsicht. Es gab neben Pizza
wieder das „leckere“ Trinkwasser mit Eis, was dann Zuhause bei Martina &
Martin erst mal mit klarem Pilsner Urquell weggespült wurde.
Am nächsten Morgen
verabschiedeten wir uns bei Familie Panzner & Böhme gen Norden und
besuchten noch die heiligste Stelle Norwegens, der Ort an dem der Märtyrer
König Olaf Haraldson 1030 gegen die Christen kämpfte und gestreckt wurde. An
diesem Punkt, in Stiklestad steht heute ein Freilichtmuseum in dem die
Christanisierung Norwegens erzählt wird und Häuser dieser Zeit rekonstruiert
wurden. Leider ist noch Vorsaison. Ein Großteil der Häuser war verschlossen.
Hannah steckte aber in jedes Fenster ihre Nase.
Heute haben wir
uns wieder einen schönen Platz am See bei Bølubna gesucht. Godt nat.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen