Weiter
in Richtung Südosten steuerten wir Sundsvall an der Ostsee an.
Somit haben wir bei dieser Reise die West- und Ostseite Skandinaviens
besucht. Wir kamen durch die lange Fahrt erst gegen 17 Uhr an und
entschieden uns lieber an den kleinen Strand des Campingplatz zu
gehen und die Städtetour mal auszulassen.
Am
nächsten Tag fuhren wir dann Richtung Süden bis zum Küstenstädtchen
Hudviksvall. Die Stadt ist halt eine Provinzstadt mit kleinen
historischen Hafen, einer Einkaufspassage und paar Kirchen.
Nach 2
Stunden und einen „Pølser“ mit Pommes, keine kulinarische
Köstlichkeit, fuhren wir etwas weiter und fanden nach längerer
Suche einen Wildcampingplatz direkt an der Ostsee mit kleiner
Hafenanlage. Und hier waren das Phänomen, welches ja über Sommer in
Skandinavien eigentlich immer auftritt – MÜCKEN ohne Ende. Selbst
mit Fliegengitter zerstachen uns die Biester in der Nacht. Mal
schnell Pullern, selbst für Peter endete das mit der Nutzung
unserer, gefühlten, 10 cm² Badekapsel.
Wir
überstanden die Nacht und fuhren ohne Zwischenhalte knapp 3 Stunden
über die E4 nach Stockholm, mit dem Ziel eines Campingplatzes am
Stadtrand.
Für
den nächsten Tag wurden nun endlich die Fahrräder vom Mobil
geschnallt und mit dickem Wasserstrahl von bisher 3.500 km Fahrtstaub
befreit.
Ziel
des nächsten Tages war der Besuch des bekannten Vasamuseums und das
mit eigener Kraft auf unseren Fahrrädern. Frieda zog Peter mit dem
geborgten Anhänger in Richtung City.
Etwas
hoch etwas runter und immerhin auch für Hannah bisher ein Rekord.
Hin –und Rückfahrt 32 km!
In
der Stadt gibt es sehr oft 2 spurige Fahrradwege. Zurzeit wird aber
viel gebaut, daher waren die Wege dann doch schon ein bisschen
überfüllt.
Das
Vasamuseum liegt auf einer Museumsinsel, auf der auch andere Museen
Platz finden.
Die
Vasa war ein Kriegsschiff von 1621 die kurz, und ich meine kurz (ca.
1.500m) nach dem Stapellauf im Stockholmer Hafen versank. 30 Seeleute
fanden den Tot. Und wer war schuld? Wie immer die Obrigkeit- der
Auftraggeber. Denn als der Bau der Vasa schon im Gange war, wollte
der König auf einmal zwei Kanonendecks. Kein Schwedischer
Schiffsbauer hatte da Ahnung drin und so wurde zu wenig Platz für
Ballaststeine bereitgestellt. Will sagen der Schwerpunkt war zu hoch
über der Wasserlinie, dass Schiff wurde instabil und bei der
kleinsten Brise kippte das Schiff auf die Seite und sank.
Die
Geschichte, das gesunkene und 1961 gehobene Wrack sind anschaulich im
Museum gezeigt. Interessant ist auch dass sie damals das Museum um das Schiff herum gebaut haben. Hannah war total begeistert!
Und
nun nach einem kurzen Saunabesuch von Hannah und Peter, dem
Abendbrot, und Duschen sitze ich (Peter) hier, schreibe diese Zeilen
und alle drei Mädels grunzen seit einer Stunde. Mach ich jetzt auch
gleich. Also bis bald – N8.
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