Samstag, 16. Juni 2018

11.-14. Juni 2018 Sundsvall, Hudviksvall, 1. Tag Stockholm

Weiter in Richtung Südosten steuerten wir Sundsvall an der Ostsee an. Somit haben wir bei dieser Reise die West- und Ostseite Skandinaviens besucht. Wir kamen durch die lange Fahrt erst gegen 17 Uhr an und entschieden uns lieber an den kleinen Strand des Campingplatz zu gehen und die Städtetour mal auszulassen.
Am nächsten Tag fuhren wir dann Richtung Süden bis zum Küstenstädtchen Hudviksvall. Die Stadt ist halt eine Provinzstadt mit kleinen historischen Hafen, einer Einkaufspassage und paar Kirchen. 




Nach 2 Stunden und einen „Pølser“ mit Pommes, keine kulinarische Köstlichkeit, fuhren wir etwas weiter und fanden nach längerer Suche einen Wildcampingplatz direkt an der Ostsee mit kleiner Hafenanlage. Und hier waren das Phänomen, welches ja über Sommer in Skandinavien eigentlich immer auftritt – MÜCKEN ohne Ende. Selbst mit Fliegengitter zerstachen uns die Biester in der Nacht. Mal schnell Pullern, selbst für Peter endete das mit der Nutzung unserer, gefühlten, 10 cm² Badekapsel.



Wir überstanden die Nacht und fuhren ohne Zwischenhalte knapp 3 Stunden über die E4 nach Stockholm, mit dem Ziel eines Campingplatzes am Stadtrand.
Für den nächsten Tag wurden nun endlich die Fahrräder vom Mobil geschnallt und mit dickem Wasserstrahl von bisher 3.500 km Fahrtstaub befreit.
Ziel des nächsten Tages war der Besuch des bekannten Vasamuseums und das mit eigener Kraft auf unseren Fahrrädern. Frieda zog Peter mit dem geborgten Anhänger in Richtung City.
Etwas hoch etwas runter und immerhin auch für Hannah bisher ein Rekord. Hin –und Rückfahrt 32 km!
In der Stadt gibt es sehr oft 2 spurige Fahrradwege. Zurzeit wird aber viel gebaut, daher waren die Wege dann doch schon ein bisschen überfüllt.



 
Das Vasamuseum liegt auf einer Museumsinsel, auf der auch andere Museen Platz finden.
Die Vasa war ein Kriegsschiff von 1621 die kurz, und ich meine kurz (ca. 1.500m) nach dem Stapellauf im Stockholmer Hafen versank. 30 Seeleute fanden den Tot. Und wer war schuld? Wie immer die Obrigkeit- der Auftraggeber. Denn als der Bau der Vasa schon im Gange war, wollte der König auf einmal zwei Kanonendecks. Kein Schwedischer Schiffsbauer hatte da Ahnung drin und so wurde zu wenig Platz für Ballaststeine bereitgestellt. Will sagen der Schwerpunkt war zu hoch über der Wasserlinie, dass Schiff wurde instabil und bei der kleinsten Brise kippte das Schiff auf die Seite und sank.
Die Geschichte, das gesunkene und 1961 gehobene Wrack sind anschaulich im Museum gezeigt. Interessant ist auch dass sie damals das Museum um das Schiff herum gebaut haben. Hannah war total begeistert!


 

Und nun nach einem kurzen Saunabesuch von Hannah und Peter, dem Abendbrot, und Duschen sitze ich (Peter) hier, schreibe diese Zeilen und alle drei Mädels grunzen seit einer Stunde. Mach ich jetzt auch gleich. Also bis bald – N8.




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