Durch Mundpropaganda an uns
herangetragen nahmen wir die Idee auf die Insel mit einer hiesige Reiseführerin
mit dem Auto zu erkunden. De Martina holte uns früh 8:30 Uhr mit ihrem Auto in
unserer Ferienanlage ab. Wir fuhren über immer schönerer Aussichtspunke,
Strände, zu einer Teeplantage, Destillerie, Kreolischen Restaurant und
allerhand Wälder über und um die Insel. De Martina redete ununterbrochen ein
Mischmasch aus Deutsch, Englisch und Kreolisch. Sie hatte ein extrem gutes
Wissen über die einheimische Flora und Fauna und hat wahrscheinlich einen
Abschluss in Naturheilkunde, da Sie viele Pflanzen zur Bekämpfung von Diabetes,
Krebs und andere Krankheiten der Neuzeit empfahl unter anderem auch Kurcuma,
Zimt, Cannabis, Ingwer und Koka. Hannah
nahm die ständig plappernde Tante gelassen hin.
Da wir bei unserem ersten
Besuch in der Hauptstadt Victoria nicht gleich alle Sehenswürdigkeiten
abgeklappert hatten und uns der Wochenmarkt so gut gefallen hatte entschieden
wir uns noch mal einen Tagesausflug dort hin zu unternehmen. Diesmal waren wir
etwas früher da und der Wochenmarkt präsentierte ein sehr großes Angebot an
frischem Fisch, Obst und Gemüse. Wir probierten auch mal eine Trinkkokosnuss,
die von der ganzen Familie genossen wurde. Das Kokosfleisch war aber nicht so
nussig wie erhofft.
Auch fanden wir dort und gleich
in der Nähe auf der Market-Street die passenden Souvenirs. Nach dem Mittag
besuchten wir dann auch das Naturkundemuseum. Neben der Präsentation in stark
abgekühlten Räumlichkeiten im Erdgeschoss hiesiger Flora und Fauna waren auch
die geologischen Besonderheiten der Seychellen anschaulich mit Gesteinsbrocken
dargestellt. Zur Info: die Seychellen
waren das Zentrum des Urkontinentes Gondwana und damit Zentrum der Welt. Im
Eingangsbereich waren drei Riesenschildkröten aufgestellt. Hannah hat die
Kleinste, niedliche gleich mal gestreichelt und etwas stark an dem präparierten
Kopf gezogen, der dann bald darauf nachgab. Die Kassiererin meinte aber nur,
dass sind halt Kinder und es wäre nicht das erste mal gewesen. Im Obergeschoss,
das durch eine Temperaturinversionsschicht ca. 20 °C wärmer war konnte Julia
ihre nun neu erworbenen Kenntnisse durch richtiges Anlegen von Bildern der
Flora und Ertasten bei zahlreichen Aufstellern beweisen.
Die, wie immer überfüllten Public-Buses
war wieder mal vergleichbar mit der ersten Fährfahrt bei Windstärke acht. Dem
wahrscheinlich chinesischen Busfabrikate wurde keine Verschnaufpause am steilen
Berg hoch gegeben. Wie auch an den anderen Tagen gingen wir noch vor dem
Abendbrot in den Pool um den Tag seicht ausklingen zu lassen.
Der nächste Tag zeigte sich
früh schon sonnig und so machten wir den vorletzten Tag einen weiteren
Strandtag am Sunset Beach. Julia schnorchelte wieder ausgiebig und Hannah
liebte das Hineinrennen in die Brandung.
Auch an diesen Tag haben wir uns mal wieder, trotz Sonnencreme richtig
verbrannt.
Am letzten Tag haben wir noch einmal den Strand genossen. Und wir hatten Glück einer der schönsten und populärsten Strände auf Mahé lag direkt vor unserer Haustür. Das Meer war ruhig und so konnten wir noch einmal ausgiebig planschen.
So geht unsere Hochzeitsreise zu Ende, es war sehr schön auf den Seychellen und sie sind als Reiseziel wirklich zu empfehlen. Nicht überlaufen, recht gut erschlossen und es gibt kaum Bettenburgen.















