Freitag, 17. Oktober 2014

01.10.-04.10. Rundtour Mahè mit De Martina, noch einmal Victoria



Durch Mundpropaganda an uns herangetragen nahmen wir die Idee auf die Insel mit einer hiesige Reiseführerin mit dem Auto zu erkunden. De Martina holte uns früh 8:30 Uhr mit ihrem Auto in unserer Ferienanlage ab. Wir fuhren über immer schönerer Aussichtspunke, Strände, zu einer Teeplantage, Destillerie, Kreolischen Restaurant und allerhand Wälder über und um die Insel. De Martina redete ununterbrochen ein Mischmasch aus Deutsch, Englisch und Kreolisch. Sie hatte ein extrem gutes Wissen über die einheimische Flora und Fauna und hat wahrscheinlich einen Abschluss in Naturheilkunde, da Sie viele Pflanzen zur Bekämpfung von Diabetes, Krebs und andere Krankheiten der Neuzeit empfahl unter anderem auch Kurcuma, Zimt, Cannabis, Ingwer und Koka.  Hannah nahm die ständig plappernde Tante gelassen hin.  

 



Da wir bei unserem ersten Besuch in der Hauptstadt Victoria nicht gleich alle Sehenswürdigkeiten abgeklappert hatten und uns der Wochenmarkt so gut gefallen hatte entschieden wir uns noch mal einen Tagesausflug dort hin zu unternehmen. Diesmal waren wir etwas früher da und der Wochenmarkt präsentierte ein sehr großes Angebot an frischem Fisch, Obst und Gemüse. Wir probierten auch mal eine Trinkkokosnuss, die von der ganzen Familie genossen wurde. Das Kokosfleisch war aber nicht so nussig wie erhofft. 


Auch fanden wir dort und gleich in der Nähe auf der Market-Street die passenden Souvenirs. Nach dem Mittag besuchten wir dann auch das Naturkundemuseum. Neben der Präsentation in stark abgekühlten Räumlichkeiten im Erdgeschoss hiesiger Flora und Fauna waren auch die geologischen Besonderheiten der Seychellen anschaulich mit Gesteinsbrocken dargestellt. Zur  Info: die Seychellen waren das Zentrum des Urkontinentes Gondwana und damit Zentrum der Welt. Im Eingangsbereich waren drei Riesenschildkröten aufgestellt. Hannah hat die Kleinste, niedliche gleich mal gestreichelt und etwas stark an dem präparierten Kopf gezogen, der dann bald darauf nachgab. Die Kassiererin meinte aber nur, dass sind halt Kinder und es wäre nicht das erste mal gewesen. Im Obergeschoss, das durch eine Temperaturinversionsschicht ca. 20 °C wärmer war konnte Julia ihre nun neu erworbenen Kenntnisse durch richtiges Anlegen von Bildern der Flora und Ertasten bei zahlreichen Aufstellern beweisen. 

Die, wie immer überfüllten Public-Buses war wieder mal vergleichbar mit der ersten Fährfahrt bei Windstärke acht. Dem wahrscheinlich chinesischen Busfabrikate wurde keine Verschnaufpause am steilen Berg hoch gegeben. Wie auch an den anderen Tagen gingen wir noch vor dem Abendbrot in den Pool um den Tag seicht ausklingen zu lassen.
Der nächste Tag zeigte sich früh schon sonnig und so machten wir den vorletzten Tag einen weiteren Strandtag am Sunset Beach. Julia schnorchelte wieder ausgiebig und Hannah liebte  das Hineinrennen in die Brandung. Auch an diesen Tag haben wir uns mal wieder, trotz Sonnencreme richtig verbrannt. 
Am letzten Tag haben wir noch einmal den Strand genossen. Und wir hatten Glück einer der schönsten  und populärsten Strände auf Mahé lag direkt vor unserer Haustür. Das Meer war ruhig und so konnten wir noch einmal ausgiebig planschen.




So geht unsere Hochzeitsreise zu Ende, es war sehr schön auf den Seychellen und sie sind als Reiseziel wirklich zu empfehlen. Nicht überlaufen, recht gut erschlossen und es gibt kaum Bettenburgen.

27. – 29.10. Rückfahrt Praslin und einchecken auf Mahé, Regentag, Victoria, Sunset Beach



Mit mulmigen Gefühl in der Magengegend, in ungewisser Erwartung die Fährüberfahrt mit dem Katamaran zurück nach Mahé machten wir uns von der Ocean Indian Lodge mit dem Transferbus auf den Weg in Richtung Hafen. Zuvor noch ein kühles Bad im lieb gewonnen Pool. Das Wetter war nicht so regnerisch und so windig wie bei der Hinfahrt und so konnte man einigermaßen die schnell vorbeischießende Aussicht genießen. Die Mädels waren trotzdem erstaunlich ruhig.

 
Die Weiterfahrt zu unserer Unterkunft auf Mahé mit dem klagvollen Namen Hannemann verlief problemlos. Wir freundeten uns auch gleich über unsere liebe Hannah mit einem älteren Ehepaar mit auch so einem süßen kleinen Enkel an, die auch in unserem Hotel übernachteten. 
Der nächste Tag war recht bedeckt und ab und zu fiel mal mehr oder weniger Regen. Die am Strand stattfindende Regatta verlief daher auch etwas schleppend, da das Publikum zuweilen durchnässt war. Daher konnten Hannah und ich mit dem geschrumpften Tagesprogramm unseren wohl verdienten Mittagsschlaf im eigenen sehr großzügigem Appartement machen.


Am folgenden Morgen war der Himmel aufgeklart und wir unternahmen einen Tagesausflug in die Hauptstadt Victoria mit dem Public Bus. Die Stadt ist quirlig und hat einen gewissen englischen Charme. Mit knapp 40.000 Einwohner leben hier fast die Hälfte der gesamten Bevölkerung der Seychellen. Wir erkundeten schnurstracks die Innenstadt und besuchten den Wochenmarkt auf der Market street im Zentrum der Altstadt. Neben allerhand Andenkenspiddel gab es auch wirklich frischen Fisch wie Makrele und Red Snapper, Obst und Gemüse von der Insel.





Nach einer kleinen Stärkung im Pirat Arm-Restaurant ging’s in den etwas außerhalb gelegenen Botanischen Garten. Der war schön am Hang von den Engländern im 19 Jhr. angelegt worden. Prinz Philipp, Ehemann der Queen hatte hier im Jahr 1956 eine Coco de Mer gepflanzt. Hier gab es auch neben Sternenfrüchten, Elefantenäpfeln und allerhand endemische Palmenarten auch kriechendes und fliegendes Getier.  Ein Gehege mit Riesenschildkröten brachte Hannah zum Verzücken. Die Flughunde die über uns kreisten ebenso. Das schwülwarme Klima und die stehende Luft zwischen der Vegetation war auch anziehend für Tigermoskitos. Keiner von uns dreien wurde verschont, besonders Julias Blut muss aber besondern süß geschmeckt haben.



Nach dem Trubel in der „Großstadt“ wurde es wieder Zeit für ein bisschen Ruhe. Es war wieder Strandtag angesagt. Unsere Wahl fiel auf den Sunset Beach, ein wirklich sehr einsamer kleiner Strand, wo sich gerade mal 5 Pärchen hin verirrt haben. Der Wellengang war zwar recht hoch, aber zum schnorcheln eignen sich die Felsen bestens, Julia hat einiges an gelbe, blauen und gestreiften Fischen sichten können.




Freitag, 26. September 2014

24.9. - 26.9.2014 Relaxen auf Praslin



Mit dem Publicbus ging es nach dem Frühstück auf den Serpentinenstraßen durch den Valle de Mai Richtung Norden an den Strand Anse Lazio. Der Strand gilt als Geheimtipp uns ist nur über eine extrem steile Straße erst 20% Steigung hoch dann 20% runter zu erreichen. Die Mühe ist es aber wert, denn der Strand ist der Inbegriff eines Südsee-Barcady-Strandes. Unter einem riesigen ausladenden Baum haben wir ein super schattiges Plätzchen gefunden. Im kristallklaren Wasser konnte man sogar einige Fische beoachten und das Korallenriff erkunden.



Am nächsten Tag sind wir an unserem eigenen, leider nicht ganz so schneeweißen, Strand, dem Grand Anse Richtung Flughafen Praslin entlang gelaufen. Die Landbahn geht bis an den Strand und die Propellermaschinen flogen über unsere Köpfe hinweg. Dort befindet sich auch eine Perlenfarm (Black Pearl) mit einigen Riesenmuscheln in den Zuchtbecken. Gekauft haben wir bei den stolzen Preisen keine schwarzen Perlen.



Nach dem Einsanden der Mutti sind wir gemütlich Richtung Lodge zurückgelaufen und haben wie jeden Tag noch ein erfrischendes Bad im Pool genommen, Hannah kann schon ganz alleine Hundepaddeln und sich treiben lassen.

Da uns der Fußmarsch zum grandiosen Strand Anse Lazio so sehr gefallen hat, wollten wir es uns heute nicht nehmen lassen ihn noch einmal zu besuchen. Die einstündige Busfahrt kann noch durch einen kleinen Abstecher zum höchsten Punkt Praslins erweitert werden und so sind wir zuerst die noch viel steileren Strassen hochgefahren und haben den Ausblick genossen. Am Strand angekommen sind wir in die hohen Wellen gesprungen und haben uns entlang des Riffes beim Schnorcheln treiben lassen.

Morgen geht es schon weiter nach Mahé und wir müssen uns von unserer wunderschönen Unterkunft verabschieden. Julia denkt mit Grauen an die Fährfahrt ;o)


annHan

Dienstag, 23. September 2014

19.9. - 23.9.2014 Angekommen auf den Seychellen und die ersten Tage


Hier unsere ersten Lebenszeichen von unserer Hochzeitsreise.

Wir sind am Samstag nach einem sehr unruhigen Nachtflug (aber glaubt uns der war nicht nur für uns unruhig ;o) auf Mahé der Hauptinsel der Seychellen angekommen. Um unsere erste Unterkunft zu erreichen mussten wir 45 min mít dem Schnellbootkatamaran übersetzen, die See war sehr stürmisch und das Boot wirklich schnell ... das Boot ist über die Wellen gesprungen und naja es ist nicht ganz alles da geblieben wo es sollte ... Fazit wir setzen uns bei der Rückfahrt hinten hin.

Mit dem Shuttle (alles sehr gut organisiert) ging es weiter zu unserer Lodge. Wir haben ein sehr schönes Zimmer in einem zweigeschossigen Haus, in dem 4 Zimmer sind. Es ist alles sehr schön eingerichtet und absolut sauber.

Zur Zeit ist auf den Seychellen ein Wetterwechsel im Gange, welcher quasi ununterbrochenen Wind bringt, der bei uns schon fast als Sturm einzustufen wäre. Er ist aber nicht so unangenehm wie er klingt, sondern eher wie ein warmer Föhn. An den ersten beiden Tagen war es recht verregnet, aber selbst das ist bei der Wärme auszuhalten.
Wir haben es uns auch am ersten Tag direkt nach der Ankunft trotz Bewölkung nicht nehmen lassen in den indischen Ozean zu stürmen.
Nachdem wir uns in der ersten Nacht so richtig ausgeschlafen haben (19:00 – 7:30 :o) genossen wir das reichhaltige Frühstück mit Früchten des Inselparadieses und die klassischen Komponenten der ehemaligen Kolonialmacht England mit gebratenem Speck, Pilzen, Omelett und weiße Bohnen in Tomatensoße. Danach erkundeten wir den kleinen Ort im Niesel- bis Starkregen. Den Rest des Tages verbrachten wir in aller Ruhe.
Am nächsten Tag war es an der Zeit mehr Meer zu sehen. Die Sonne lachte und wir haben den örtlichen Shuttlebus genutzt um auf die andere Zeit der Insel zu gelangen. Endloser weißer Sandstrand empfing uns mit einer etwas weniger steifen Briese. Wir suchten uns eine Palme, die ein wenig Schatten spendete und Hannah konnte sich im größten Sandkasten der Welt so richtig austoben.

 
 
 
 
Da uns die Sonne doch etwas zugesetzt hat, war es heute an der Zeit ein schattenspendenteres Ausflugsziel zu besuchen. Die Wahl fiel auf den Vallee de Mai, einem Nationalpark in dem nicht nur die erotischste Frucht, sondern auch der größte Samen der Welt zu Hause ist … die Coco del Mer. Diese endimische Pflanze gibt es nur auf Praslin und ist somit echt einen Besuch wert. Da es durch den Dschungel bergauf und bergab ging, schallten wir Hannah kurzerhand beim Papa auf den Rücken.



Putziges Getier gibt es auch.


Sonntag, 27. Oktober 2013

11.-13. Oktober: Fahrt nach Zürich, Zürich, Heimfahrt



Die Nacht zum 11.10. war eine der Heftigsten, über dem Lago Magiore schüttete sich der Himmel aus und auch kleine Hagelkörner waren dabei. Unser Bus wurde mit dem Aufstelldach hin und her gerüttelt, das Zelt wurde arg beschädigt nachdem eine Böe es während des Rückbau ergriff. Doppelter Gestängebruch böse Sache. Wir parkten hinter das Versorgungsgebäude um.


Am nächsten Morgen als wäre nichts gewesen kam Clara raus und wärmte uns zum Frühstück im Freien.
Wir bauten ab und fuhren Richtung Norden um am gleichen Tag noch Zürich zu erreichen. Die Fahrt war sehr schön. Eine etwas lange Wartezeit am Gotthard, der schon schneebedeckt und der Pass gesperrt war. Also ging’s durch den Tunnel. Draußen noch 10 °C wurde es bis zum Tunnelmittelpunkt 36 °C warm. Kann jemand erklären warum?


Der Campingplatz in Zürich lag gleich am Zürichsee ca. 15 min vom Stadtzentrum entfernt. Die Stadt ist Dresden erstaunlich ähnlich bis auf das Dresden nicht an einem See, sondern an einem Fluss liegt. Eine lange Tour zu Fuß mit dem Kinderwagen an den Sehenswürdigkeiten vorbei rundete den sonnigen Tag ab. 




Am nächsten Tag wollten wir noch eine Schifffahrt über den Zürichsee unternehmen, leider war das Wetter herbstlicher geworden und so entschieden wir gegen 8 Uhr in der Früh den langen Ritt nach Hause anzutreten. Die deutschen Autobahnen garantierten ein gutes Durchkommen und so hatte uns Dresden Abend gegen 19 Uhr wieder. Torsten (der nette Nachbar unter uns) fing mich beim ausräumen mit einer Flasche Wernesgrüner ab und wollte die Funktionen des Schlafmobiles erläutert haben. Unsere Mädels fragten sich dann nach 2 Stunden wo ihre Männer sind und steckten nacheinander die Köpfe in unsere Männerrunde rein.
Ausgepackt wurde trotzdem bis 24 Uhr. Am nächsten Tag gab ich dann unser gemütliches Schlafmobil mit einen weinenden Auge beim Händler zurück und unser Familienabenteuer nach Italien mit Julia, Peter & Hannah war zu Ende.

Die ausführliche Fotodoku wird wieder in einem schönen Urlaubsbuch durch Julia zusammengestellt. Seit gespannt.

Grüße Eurer Peter

Donnerstag, 10. Oktober 2013

5.-10. Oktober: Rimini, San Marino, Lago Maggiore



Nun stand das Brutzeln in der Sonne Italiens an. Der Badeort Rimini erschien uns der beste Ort an der Adria zu sein, nur leider war sehr untypisches Wetter in dieser Gegend, strömender Regen. Die Fahrt Richtung Osten war auf der geraden Autobahn ein Leichtes. Doch angekommen ging’s erst mal darum die Schäfchen ins Trockene zu bringen. Zum zweiten Mal nach der Regensaison Gral Müritz 2011 wurde unser Tarp vor das Vehikel gespannt. Das „Vorzelt“ machte es ein wenig heimelich. Der Nächste Tag stand unter dem Motto Ausschlafen, ausgiebiges Brunch ohne Warmanteil, lesen, Postkarten schreiben. Ein kurzer Nachmittagsrundgang am Strand und in der mit Holzplanken vernagelten Hotelstadt bei leichten Nieselregen rundeten den Rumhängtag ab. Der Tag drauf sah auch nicht besser aus und das Sonnenbad musste wieder wegen Regen ausfallen. Eine Städtetour bietet sich da ja an und so entschlossen wir uns den Stadtstaat San Marino einen Besuch abzustatten. Der Mittelgebirgscharakter war eher contraproduktiv und so regnete es auch hier in Strömen. Nur der Parkplatz unterhalb der schönen Stadtmauer des „Mittelalterdisneylands“  wird uns in Erinnerung bleiben. Als Stimmungsheber wurde eines der erstaunlich häufig auftretenden IKEA-Einrichtungshäuser angesteuert. Obligatorische Köttbular mit Pommes und später noch ein Kuchen und Eis gaben uns geborgene Vertrautheit.
Am nächsten Tag war keine Besserung in Aussicht und die Wettervorhersage gab nur mäßige Minderung. Unsere Entscheidung stand fest. Gen Norden in die Berge an der Lago Maggiore. Und wie wir erhofft hatten kam Clara kurz vor unserem Reiseziel durch die Wolkendecke gebrochen. Am Morgen verzog sich der Morgennebel langsam und die Sonne erstrahlte und trocknete unsere Wäsche. Das kleine Örtchen Orta Giulio am westlich des Lago Magio gelegenen Lago de Orta hatte idyllische Gässchen und natürlich eine Gelateria. Julias Favorit NUTTELLA-Eis. 

 

Heute sah es leider wieder stark verregnet aus und der nordöstliche gelegene  Ort Laveno hob die Stimmung nicht.
Morgen werden wir weiter in den Norden in die Schweiz flüchten und hoffen auf besseres Wetter.

Sonntag, 6. Oktober 2013

1.- 4. Oktober: Carrara, Pisa, Florenz & Siena



Aktueller Stand des Totalrückbaus der Ausrüstung bei Weiterfahrt 1,0 h +/- 15 min. Ich denke ein guter Schnitt, dank Hannahs Hilfe. Die Aufgaben sind verteilt und laufen wie kalt gepresstes Olivenöl.


Die Reise ging weiter in die Toskana und zu dem weltbekannten und für uns Geowissenschaftler ebenfalls sehr interessanten Marmorabbaugebiet um Carrara. Schon von Ferne könnte man die weiß schimmernden Bergkuppen als Gletschergebiet verkennen. Es sind aber die Abbaugebiete des weißen Carraramarmors.


Gut 16 Jahre nach Julias letztem Besuch mit ihren Eltern hier hat sich einiges verändert. Die Minengesellschaften haben den Massentourismus für sich erkannt. Eine nicht erlaubte Besichtigung eines aktiven Steinbruchs ist so gut wie unmöglich. Überall sind Werbeschilder für Guided Tours. Und so entschlossen wir uns eine Führung Untertage zu erleben. Die italienische Ticketverkäuferin macht auf die niedrigen Temperaturen, 16° C  Untertage aufmerksam und bat uns warme Jacke und Hosen an, aber als sie mich mit meinen sehr kurzen Hosen sah fragte sie mich: Were are you from? GERMANY! Ok -you are use to it! Hieß ihr seid Deutsche und seid diese Temperaturen gewöhnt. Sie saß im dicken Pulli mit Schal in ihrem Verkaufskabuffchen. Es war wirklich strahlendster Sonnenschein und 30 °C.
Sie fuhr mit unserer kleinen Gruppe von Franzosen, Engländern und drei Deutschen mit einem Kleinbus in das Bergwerk. Der Zugangs- und Ausgangsstolen war ca. 1800 m lang und ging genau unter dem Bergmassiv durch und das Straßensohle eben.  Zwei Firmen teilten sich die Abbaurechte im Stollen. Die Decken waren 11 m hoch und wurden in Abständen von ca. 30 m durch stehen gelassen 15*15 m Säulen abgestützt. Schon seit 1963 wird so der Marmor unter Tage abgebaut. Im Gegensatz zu den Steinbrüchen über Tage ist der Marmor weniger spröde und die Marmorblöcke können auf 3*11 m geschnitten werden. Dazu dienen lange Seilsägen. Das Sägestrang ist mit Vidiablättchen bestückt die den Marmor mit Wasserkühlung extrem glatt schneidet. Der Marmor hier ist auch nicht so weiß, da er sehr viel Wasser aufgenommen hat und nicht durch die Sonne gebleicht ist. Die Führerin erzähle über das Abbaugebiet, wo überall der Marmor schon Verwendung fand. Sehr imposant uns sehenswert. Hannah wird, glaube ich auch ein Geologe, sie war sehr interessiert.
 


Der danach angesteuerte Campingplatz war mittig in der Toskana zwischen Pisa, Florenz und Siena gelegen. Zu den drei Städten unternahmen wir je eine Tagestour. Erster Tag nach ausgiebigen Frühstück und Abfahrt gegen 11:30 Uhr Pisa.
28 °C Menschenmassen und wieder die Fahrt bis ins Zentrum um endlich einen Parkplatz zu finden. Und es stellte sich uns wieder die brennende Frage: „Wie sieht das im Sommer aus – wie sind dann die Touristenströme zu bändigen und wo sollen die Parkplätze herkommen?“
Das Gelände um den Dom ist durch die Stadtmauer begrenzt  und sehr schön in Grün umrahmt. Der Dom und auch der Turm aus Carraramarmor. Sehr überladen an Ornamenten und Figuren. Wem`s gefällt.
Jeder machte das Foto entweder der dem Turm hält, oder der den Turm umschiebt. Der Turm ist 56 m Meter hoch und hängt mit seiner Neigung am Boden über 5 m über. Gewaltig, das das noch hält und zu unserer Verwunderung war die Besteigung möglich. Es war eine Besucherschlage davor, aber für die Massen recht ungewöhnlich kurz – Erklärung pro Besteigung 18 € Eintritt.


Den nächsten Tag ging’s in unsere italienische Partnerstadt. Hier fließt aber nicht die Elbe durch, sondern der Arno. Neben dem Dom ist hier auch das Leonardo Da Vinci-Museum sehenswert. Erster Anfahrtspunkt war eine Aussicht oberhalb der Stadt um die typische Silhouette einzufangen.

 
Danach ging’s zu fuß und Kinderwagen in die Metropole.
In unserem Gelatikontest: Wer macht das beste Pistazieneis? War eine Eisdiehle auf der Pont Vecchio-Brücke eines der besten bis jetzt. Richtige Nussstückchen und nicht ganz so sahnig.



Die Innenstadt wurde durch den Dom und bekannte Einkaufshäuser wie Gucci und D&G dominiert die aber in dem alten engen Straßenensemble integriert waren. In wieder war das Herzstück der Dom sehr imposant mit seiner gestreiften, oft kopierten, Fassade.

Dritter Tag am Zentralstandort Siena. Auf den Weg dorthin durchfuhren wir San Ginignano das „Manhatten des Mittelalters“. Hintergrund ist der Wohlstand der reichen Adelsfamilien, die diesen durch Phallussymbole, in diesem Fall durch Wohntürme ausdrückten. Heute stehen noch 17 Stück. Schicksal der Geschichte nach dem Hoch kam das Tief und die Familien verarmten und hatten kein Geld die Türme wieder abzureisen, da eigentlich im Rest von Italien Renaissancepaläste jetzt angesagt waren. Und so blieben sie jetzt als Touristenanlaufstellen erhalten.

 
Siena ist eine sehr schöne Bergstadt mit gestuften Gassen und Plätzen. Der zentrale Platz ist der Piazza Il Campo. Weltbekannt durch das jährlichen Pferderennen der 10 Stadtteile. Dabei werden die Pferde um den sehr unebenen muschelartigen Platz gescheucht. Das Rennen hat keine Regeln es wird geschlagen und gehauen was geht. Auch brechen sich oft die Pferde die bei Stürzen die Beine, weswegen das Spektakel durch Tierschutzorganisationen auf das Schärfste kritisiert wird. 




Und wir sind auch der Meinung – die Sienaraner sollten sich einen anderen Wettstreit überlegen z.B. alte verbeulte Autos fahren und dabei richtig Crashen. Achso ist keine Alternative – das machen sie ja schon im öffentlichen Straßenverkehr.
Dazu eine ideengebende Begebenheit. Auf der Ausfahrt aus Florenz wurden wir Zeuge eines nur zu oft stattfindenden Geschenes – den Verkehrsunfall. Direkt vor uns kam ein blauer italienischer  Kleinwagen, noch ohne ersichtlichen Schaden. Ein weniger gesitteter fahrender silberner Focus Kombi wollte die nicht vorhandene Geradeausspur nutzen, die aber geringfügig zu schmal für ihn war. Ein Krach, als würde man 1.200 Plastikpfandflaschen auf einmal in den Rückgabeautomat schieben, der die Flasche zerdrückt. Das blaue Fahrzeug wurde 10 m nach vorn verschoben, die Hinterachse abgerissen und die gesamte Seite aufgeschlitzt. Der Fokus wurde vorn stark lädiert. Der Verursacher stieg aus und macht die bekannten italienischen Handbewegungen um sein Handeln zu rechtfertigen.
Merke! Pass auf was die Anderen um dich machen und weiche wenn möglich schnell aus.