Sonntag, 7. Juni 2009

Dresden: Pferdchen Willy

Darf ich vorstellen Willy. Den reite ich nun schon seit 2 Jahren und wir kommen super miteinander aus.


Sonntag, 22. März 2009

Rallye: Versteigerung der Autos

Nun ist der große Tag gekommen, die Autos werden versteigert. Wir treffen uns alle im Independence Stadium in Banjul. Die Autos wurden aufgereiht und die potenziellen Käufer hatten die Möglichkeit die Autos eine Stunde lang anzuschauen. Die Interessenten waren Einheimische, Auswanderer die in Gambia und den umliegenden Ländern leben und Autohändler. Der Tag war unendlich heiß und es gab kaum Schatten und so hieß es warten bis unser Auto dran ist. Die Preise waren sehr verschieden und wir konnten uns gar nicht vorstellen was es für den Kadettl geben wird. Dann waren wir an der Reihe und es ging gleich richtig los, eher der Auktionator die Daten richtig fertig gelesen hatte. Also war das Interesse sehr groß. Es hängt auch immer davon ab was sie gerade für Ersatzteile haben und ob sie sich mit den Autos auskennen. Der Kadett hat dann am Ende stolze 1.300 € gebracht und wurde von einem Autohändler gekauft. Insgesamt haben alle 50 Autos rund 70.000 € eingebracht, was man damit alles in so einem Land machen kann.



Dann sind wir mit den Autos noch ein letztes Mal gefahren und zwar zurück zum Zeltplatz, wo sie untergestellt werden, bis die Käufer das restliche Geld bringen und die Zollformalitäten erledigt haben, darum müssen sie sich kümmern und so wie ich das mitbekommen haben kostet das noch mal 1.000 €. Ist schon krass dass jemanden der Kadett noch 2.300 € wert ist. Ist aber schön da hat er bestimmt noch ein paar Jahre zu leben und er hat sich ja auch wacker geschlagen. Mit nur einem Platten und einem anderen Reifenwechsel, weil ein Rad ein Ei hatte. Und naja ab und zu war es ihm ein bissl feucht unter der Haube und er hatte Startschwierigkeiten. Gut und der Auspuff hat ab Gambia geklappert, aber alles halb so wild … er war toll und ist auch bei den tollkühnsten Pisten und Strassen nicht auseinander gebrochen, was wir ja schon manchmal dachten. Als finalen Akt haben wir das Nummerschild abgemacht und uns verabschiedet, denn es ging schon zum Flughafen und zurück nach Hause. Schade wir wären so gerne noch eine Woche geblieben um uns noch was anzuschauen oder einfach noch ein bissl zu genießen.


BYE BYE KADETTL!!!!!

Samstag, 21. März 2009

Rallye: Besichtigung der Hilfsprojekte

Nun wollen wir auch wissen wo das Geld das durch die Autos eingenommen wird hinkommt und so machten wir uns auf den Weg zu den Hilfsprojekten. Als erstes sind wir zu einer Schule gefahren, wo wir fröhlich empfangen wurden. Die Kinder haben uns Lieder vorgesungen und wir haben uns das Schulgebäude angeschaut, was in einem furchtbaren Zustand ist. Da es in Gambia auch Regenzeiten gibt verwandelt sich die Strasse in einen Bach und die Kinder müssen bis zu den Knien durch Wasser waten, was auch Hautkrankheiten mit sich bringt. Deshalb hat die DBO (Dresden-Banjul-Organisation) ein höher gelegenes Grundstück erworben und baut da ein neues Schulgebäude. Auch das haben wir uns angeschaut.

Wir hatten auch circa 20 kg Schreibmaterialien mit, die uns Verwandte und Bekannte mitgegeben haben. Das Ganze haben wir in mehrere Pakete geteilt, weil wir wussten dass wir auch noch andere Schulen unterstützen können. Einen Teil haben wir direkt verteilt, den Rest hat der Schulleiter bekommen, um es selbst zu verteilen.

Dann ging es weiter zu einem Krankenhaus. Hier war eine Volksfeststimmung ohne Gleichen. Es waren noch vier Schulen da, die uns toll empfangen haben. Auch hier haben wir einen Rundgang gemacht und der deutsche Arzt, der derzeit ehrenamtlich da war, hat uns alles erklärt. Viele Rallyeteilnehmer hatten auch medizinische Spenden mit und konnten sie hier abgeben. Wir haben unsere restlichen Schulmaterialien abgegeben. Das Krankenhaus wird auch erweitert.

Von den vielen Eindrücken überwältigt geht es zurück nach Banjul, denn es steht noch ein Freundschaftsspiel zwischen einer einheimischen Mannschaft und den Rallyeteilnehmern an. Die Teams wurden zusammengestellt, ich glaub es waren 14 Mann von uns auf dem Feld und zwei Mädels im Tor, naja ist ja ein Freundschaftsspiel. Das Spiel war ausgeglichen und musste im Elfmeterschießen entschieden werden. Am Ende gewannen die Gastgeber.


Freitag, 20. März 2009

Rallye: Unterwegs in Gambia

Die Tanks sind wieder voll und der Elan Auto zu fahren ist auch wieder geweckt. Also treffen sich erstmal einige von uns an der Finishbar, wo man sich herrlich verewigen kann.

Als nächstes sind wir auf einen Holzmarkt gefahren. Da war echt Verhandlungsgeschick gefragt. Wir hatten einiges an Zeugs dabei was wir nicht wieder mit nach Deutschland nehmen wollten und so ging es los mit dem Feilschen. Ich denke wir haben immer noch nicht den besten Preis rausgeholt. Für zwei Klappstühle (die hätten wir behalten sollen, die die wir uns dann zu Hause wieder gekauft haben gingen im Ostseesand unter Peter direkt wieder kaputt und die anderen haben so lange gehalten ... schade), ne undichte Isomatte und einem Handtuch und 10€ haben wir eine 50 cm hohe Frauenstatue und einen Denker bekommen. An einem anderen Stand, jeder wollte ja mal dran sein und es gab bestimmt 50 Stände, haben wir gegen zwei Kanister und zwei Reifen zwei Holzmasken die zusammenpassen getauscht. Es war aber sehr anstrengend und nach einer Stunde hat man auch schon keine Lust mehr, aber ich denke wir haben trotzdem ein gutes Geschäft gemacht und so haben die Stücke wenigstens noch eine schöne Geschichte und wir mussten weniger im Auto lassen, was den Preis auch nicht hochgedrückt hätte.

Gegenüber war auch noch ein Ziegenmarkt, wie praktisch, aber eine Ziege brauchten wir dann doch nicht.

Dann ging es weiter zu einer Reptilienfarm, wo es viele Schlangen, Echsen und auch Skorpione zu sehen waren. Die Farm dient dem Zweck der Bevölkerung den Umgang mit den Tieren nahe zu bringen und sie, die Menschen als auch die Tiere, zu schützen. Und wer mich kennt, der weis ich bin für alles was Tier heißt zu haben, also her die Würgeschlange und zum Nackenkühlen ist das echt toll.

Zu guter Letzt sind wir noch an den Strand gefahren. Der war echt herrlich, ich hatte mir am Tag zuvor den Zeh an den Fliesenstufen aufgeschnitten mit so einem ekeligen Hautlappen der runterhing. Das hat mich zwar nicht vom Baden abgehalten, aber es war nicht so angenehm. Als wir dann auf dem Rückweg noch ein schönes Tauschgeschäft gemacht hatten, ein nasses Badehandtuch gegen zwei Ketten mit ner Muschel dran, sind wir in die Unterkunft zurück und danach ging es noch mal ins Restaurant vom Heinz und es gab eine tolle Party mit Buffet, Freibier und Band.

Donnerstag, 19. März 2009

Rallye: Banjul

An unserem ersten Tag in Banjul konnten wir uns nicht so recht aufraffen. Wir haben das Auto ausgeräumt und alles im Zimmer gestapelt. Dann sind wir zum Campingplatz gefahren, wo unsere Rallyefreunde übernachtet haben. Eigentlich wollten wir uns noch was anschauen, aber die Luft war raus. Also haben wir den Rest des Tages unter Mangobäumen gesessen und die Seele baumeln lassen, auch mal schön. Ganz nebenbei wurden auch noch unsere Autos gewaschen, was für ein Service. Abends waren wir dann noch was Essen.

Mittwoch, 18. März 2009

Rallye: 17. Etappe: St. Louis – Banjul (520 km)

An diesem Tage sollten wir das Ziel unserer Reise erreichen. Aber vorher standen noch 520 km anstrengende Fahrt vor uns. Als wir St. Louis verlassen haben, haben wir uns erstmal kräftig verfahren, wie soll das gehen in einer Kolonne fragt man sich da zwangsläufig. Es geht wenn man nicht mit über die Ampel kommt und meint die Anderen links abbiegen gesehen zu haben. Der Fehler wurde uns und anderen Teilnehmern dann recht schnell klar und wir haben kurzerhand umgedreht und die Gruppe dann auch wieder gefunden. Fragt nicht wie, aber plötzlich waren sie wieder zu sehen.

Unterwegs haben wir noch einige interessante Sachen gesehen. Wie den Boabab, den Affenbrotbaum, der wahnsinnige Ausmaße annehmen kann.

Überfüllte Gefährte jeder Art.


Siedlungen wie man sie sich vorstellt.


Auch Senegal konnten wir ohne Probleme verlassen und sind dann in der Abenddämmerung in Gambia eingefahren und haben uns direkt auf den Weg zur Fähre gemacht, wie sich später rausstellte sind wir einen Schleichweg gefahren um die Menschen zu umgehen, die schon seit drei Tagen auf einen Platz auf den kleinen und wenigen Fähren warten. Da kam schon ein wenig schlechtes Gewissen auf, da wir glaube ich vier Fähren brauchten um überzusetzen.

Am Fährstand wurden wir wieder von vielen Kindern umlagert. Leider kann man nicht Jedem etwas geben, auch wenn sie das erwarten und so war es immer ratsam nur etwas zu verteilen wenn nicht allzu viele da waren. In Gambia ist die Amtssprache englisch und so konnten wir uns, nach den vielen französisch sprachigen Ländern, endlich wieder verständlich machen, mein Französisch ist leider schon ganz schön eingerostet, kam aber ab und zu wieder zum Vorschein. Wir haben uns natürlich auch wieder ein Bier aufschwatzen lassen. Jel Brew ist die ansässige Brauerei von einem Deutschen und das Bier ist echt lecker.

Nach Mitternacht sind wir dann endlich im Restaurant vom Heinz, einem der Oraganisatoeren der in Banjul lebt und die Spendengelder verteilt, angekommen und haben uns bei einem Teller Nudeln gestärkt. Danach war noch Unterkunft suchen angesagt. Wir hatten uns dazu entschieden ein Zimmer in einer Lodge anzumieten, was wir auch schon vor der Reise gemacht hatten. Die letzten Nächte wollten wir dann noch mal gemütlich schlafen.

Dienstag, 17. März 2009

Rallye: Ruhetag in St. Louis

In St. Louis war noch mal ein Tag Ruhe angesagt. Und den haben wir genutzt um uns die Stadt anzuschauen. St. Louis ist eine Stadt in drei Teilen. Auf dem Festland ist der Vorstadtbereich mit Märkten und Wohngegenden. Dann kommt eine sehr schmale und lange Insel, die durch eine Brücke verbunden ist, die der Herr Eifel konstruiert hat. In dem mittleren Bereich sind Schulen, Ämter und andere Einrichtungen verteilt. Die zweite, ebenfalls schmale und breite Insel, ist der Fischereibereich, hier landen die kleinen Fischerboote vom Meer aus an und die Fische werden hier auch direkt verarbeitet und verkauft, es stinkt erbärmlich.

Und auf diesem Teil lag dann auch unser Campingplatz, der erstaunlicherweise schön ordentlich war.

Nun weiter zu unserer Stadterkundung. Wir haben uns mit dem Taxi in die Stadt fahren lassen, die Autos mussten ja stehen bleiben. Auf der mittleren Insel angekommen waren wir erstmal planlos wohin wir wollen. Dann merkten wir der Stadtteil ist ja nicht allzu groß, also sind wir einmal ringsum gelaufen und waren auch schon recht schnell fertig. Die Gebäude erinnern an den Kolonialstil aus französischen Zeiten. Leider sind schon sehr viele heruntergekommen.

Erstaunlicherweise hatten die meisten Kinder Schuluniformen an und kamen gerade aus den Schulen. Eine Mädchenschule haben wir auch gesehen. Hineinzugehen war mir nicht angenehm, andere wo die Neugier scheinbar siegte haben es gemacht.


Als uns der Hunger plagt sind wir in ein Restaurant gegangen was sehr annehmlich aussah, wie sich rausstellte wurde es von eine Französin geführt die ihre eigenen Fischer beschäftigte, so dass der Fisch nicht über den Markt gegangen ist und das konnten wir später noch feststellen ist ein weise Entscheidung. Es hatten sich auch schon viele andere Rallyeteilnehmer dahin verirrt. Und endlich gab es auch wieder Bier, nach einigen Tagen ohne hatten wir ganz schönen Bierdurst. Ne wir hatten nicht zu wenig mitgenommen, es war sogar sehr gut kalkuliert und zwar genau bis zur mauretanischen Grenze, denn da ist Alkohol strengstens verboten und da wir mit einer Autodurchsuchung rechnen mussten, konnten wir uns nicht überwinden welches zu schmuggeln. Wir hatten zwar Wein und Hartes mit, aber das war auch nicht so toll bei Bierdurst. Naja im Senegal ist Alkohol erlaubt, also rein damit.


Lecker den Magen voll und voller Tatendrang sind wir dann zum Campingplatz zurückgelaufen. Und was macht man am Meer? Man geht da natürlich lang. Eigentlich wollten wir bei der Ankunft am Zeltplatz auch noch baden gehen, aber das haben wir uns dann verkniffen als wir die Situation am Strand gesehen haben. Der Müll, sei es Hausmüll, Fäkalien oder wer weis was noch, werden einfach an den Strand gekippt und das Wasser spült es dann früher oder später ins Meer. Auch die Wohnsituation dort ist echt schrecklich die Häuser verfallen oder nur von ein paar Schrottresten zusammengehalten. Und alles ist einfach nur dreckig. Wir waren echt froh als wir da vorbei waren, aber die toten Tiere die wir am nächsten Strandabschnitt gesehen haben konnten unsere Laune nicht gerade heben.



Montag, 16. März 2009

Rallye: 16. Etappe: Nouakchott – St. Louis (Senegal, 299 km)

Weiter ging es auf normalen Strassen. Unterwegs hat man einiges von den Dörfern und der Bevölkerung die dort lebt gesehen. Und auch hier sieht es ganz schön schlimm aus. Die Hütten winzig und alles ringsum irgendwie dreckig. Um Nouakchott befindet sich ein richtiger Müllgürtel, die Leute bringen das einfach ein paar Meter vor die Stadt, aus den Augen aus dem Sinn. Auch am Straßenrand außerhalb der großen Stadt liegen sehr viele Mülltüten, die nicht verrotten, rum.

Hier einige Straßenszenen aus dem Auto rausfotografiert. Wenn man in Kolonne unterwegs ist kann man leider nicht so oft und dort anhalten wo man will.



Fällt euch an diesem Bild was auf … ich glaub die sind zu einem Familienessen unterwegs und das denke ich nicht nur weil das Auto sehr voll besetzt ist.


Ja sie ist noch am Leben und hat ganz gemütlich hin und her geschaut. Naja andere Länder andere Sitten.

Unser weiterer Weg führte uns durch eine Vogelschutzgebiet auf einem Damm entlang und naja da gab es ein paar Unwegsamkeiten denen man lieber aus dem Weg gehen bzw. fahren sollte, da wo ein Jeep drüberkommt schafft das nicht unbedingt ein Pkw. Nicht wahr ihr zwei Fragezeichen?


An diesem Tag sind wir dann nach Senegal eingefahren und auch hier war der Grenzübergang mit warten verbunden, naja sind wir nun schon gewohnt.

In Senegal ist es verboten Autos einzuführen die älter als 5 Jahre sind … wie man es sich denken kann trifft das nun mal auf alle Autos zu. Also haben wir eine Zolleskorte bekommen, Eskorte ist vielleicht etwas übertrieben, es war ein Beamter der in einem Auto der Orgs mitgefahren ist. Wir haben versucht eine Kolonne zu fahren, aber bei der Masse an Autos ist das recht schwierig. Da wurde dann immer mal angehalten und alle Autos wurden durchgezählt, damit ja keins irgendwo hin verschwindet. Dass seit längerem keine neuen alten Autos ins Land gekommen sind kann man auch sehr schön auf den Strassen beobachten.



Sonntag, 15. März 2009

Rallye: 15. Etappe: Strandcamp – Nouakchott (162 km)

An diesem Tag mussten wir auf die Ebbe warten und mit der war erst nachmittags zu rechnen. Also hieß es relaxen und sich einen Sonnenbrand de Lux zu holen, denn man unterschätzt die Sonne echt wenn einem die ganze Zeit eine frische Seebriese um die Nase weht. Wir haben also erstmal ausgeschlafen, sind in den Dünen spazieren gewesen und haben Muscheln, die in Hülle und Fülle in den verschiedensten Formen, gab.


Und dann war es vorbei mit dem Ausruhen und alle Kräfte mussten mobilisiert werden um die Autos wieder an den Strand zu bringen und das ging wieder nur mit Schieben und ziehen. Ich glaub aber so manch einer überschätzt sich.


Tja ein Strand der befahren wurde muss ja auch irgendwann wieder verlassen werden und wieso sollte das einfacher als die Auffahrt sein. Also wieder volle Kanne dahin wo einem hingezeigt wird. Als alle wieder auf recht festem Boden angekommen sind, ging es auf Schotterstrassen ist schon ein wenig mehr Luft im Gummi weiter Richtung Nouakchott, der Hauptstadt Mauretaniens.