Sonntag, 27. Mai 2018

25. – 27. Mai 2018 Von Stavanger bis Odda


Heute wurde Stavanger angeschaut. Die Stadt ist wie auch Bergen im Mittelalter so richtig gewachsen. Auch hier gibt es ähnlich den Brüggehäusern Bebauung am Hafen. So zentral parken hatte seinen Preis, aber ein zentraler Startpunkt ist nicht verkehrt. Wir liefen zum ersten Mal eine längere Strecke mit dem geborgten Fahrradanhänger, den man auch zum Buggy umbauen kann, zum Erdölmuseum. Gleich draußen gab es einen großen Spielplatz mit allerhand Utensilien aus dem Erdölgeschäft. Auf riesige Plastebojen konnte sich Hannah verausgaben. Das Museum zeigt alles über die Erdölnation Norwegen. Hannah konnte eine Menge ausprobieren und anfassen. Wusstet ihr dass erst 1969 Erdöl im Hoheitsgebiet von Norwegen entdeckt wurde. Das Erölfeld „Ekofisk“ liegt ca. 400 km südwestlich von Stavanger und begründete den Reichtum Norwegens. Heute 2018 wird in einem Seegebiet welches 6 mal größer als die Landfläche Norwegens ist Erdöl und Gas gefördert und in riesigen Stahlpiplines auf dem Seeboden nach England, Frankreich und Deutschland gepumpt.
Der damals gegründete Staatsfond beinhaltet 2018 ganze 862 Milliarden Euro. Das bedeutet rechnerisch pro norwegischen Einwohner 216.000 €! Ich denke die haben alle ausgesorgt. 
 
 



Nach dem Museum ging es noch in den Teil der Stadt der nicht durch das große Feuer vernichtet wurde. Schöne alte weiße gestrichene Holzhäuser mit Blumen vor der Tür.


Mit der Fähre ging es dann noch in 40 Minuten zur Stadt Tau und weiter zum Campingplatz Preikestolen. Morgen geht’s früh los auf die 5 stündige Wanderung zum Preikestolen (Hin- und Zurück). Ich (Peter) werde mich wie ein Packesel fühlen. 

Der Wecker läutete  6:30 Uhr. Julia war eigentlich schon seit 5.30 Uhr wach, da Frieda heute schon etwas früher ihr Hüngerchen hatte. Es wurde ausgiebig aber hastig gefrühstückt. Da wir ja wieder auf den Zeltplatz zurückkommen würden, bleib ein Großteil des Equipments zurück. Peter bekam seine Finalgonrückensalbung, da er nicht nur Frieda sondern auch den Versorgungsrucksack tragen musste.
WIE GESAGT ES IST NOCH VORSAISON! aber der Parkplatz, der für den Tag satte 200 kr (23 €) kostete war voll mit Touries. Busse, Autos, Camper, Motorräder. Vergleichbare Wandererströme haben wir bis jetzt, nur auf Neuseeland am Tongariro-Track erlebt.

Es wurden 4 Stunden als Wanderzeit angegeben zum Schluss waren es bei uns 7 Stunden. Neben Brei- und Milchstopps gab es auch ein Bad im Bergsee für Hannah und Peter. Das aber als Belohnung auf dem Rückweg. Peter war ja schon mal 2003 hier, damals mit seiner norwegischen Sporttruppe der NTNU. Er sagt Sie wären damals als „Sportler“ fast nur gerannt und hätten das in 3 Stunden gepackt. No way.
Der Weg wird, wahrscheinlich schon seit Jahren, von echten Sherpas hergerichtet. Die ackern sich da mit dem Brocken ab. Und bauen aus den Steinen vor Ort Stufen mit mehr oder weniger einheitlichen Trittmaß. Die letzten Meter vor dem Preikestolen sind fast noch heftiger als das Massiv an sich.  Es gibt, wie gesagt keine Absperrungen um das 50X50 m große Plateau.  Manche Amies oder Spanier gehen für ihre Selfie bis ca. 50 cm an die Kante. Es geht da 604 m senkrecht runter!



 


Hannah und Julia hatten, sagen wir mal, Respekt vor der Höhe. Peter und Frieda sicherten sich mit den Wanderstöcken. Die halfen dann auch beim Abstieg. Der war dann fast anstrengender und wir waren froh, als wir uns dann am Parkplatz mit frischem Trinkwasser „volltanken“ konnten. Die Wanderstöcke gekreuzt … „Einer für alle, und Alle für einen“.
Abends auf dem Campingplatz wurden nicht nur die Knie mit VOLTAREN, sondern auch der ganze Körper mit Apres-Sun Lotion eingerieben. Die Sonne kann hier so gnadenlos sein.
Wir schliefen alle wie Frieda – wie Babies und das 9 bis 11 Stunden. #Herrlich.

Am nächsten Tag ging`s weiter Richtung Norden. Ziel ist der längte Autotunnel der Welt bei Lærdal. Bei den gewaltigen Wasserfällen unterwegs wurde mehrfach gehalten und das obligatorische Speiseeis pro Tag geschleckt. 



Wir schafften knapp 250 km und sind heute in Odda angekommen. Hannah und Peter konnten es nicht lassen und sind in dem gletscherwassergespeisten See kurz baden gegangen. Ein Aufschrei ging durchs Tal!


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